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(eing.) Das Reh ist in der Schweiz die häufigste wildlebende Huftierart. Es hält sich bevorzugt in den Waldrandzonen auf und verlässt diese mehrfach pro Tag, um auf den umliegenden Wiesen zu äsen. Die Entwicklung der Agrarwirtschaft ‑ mit Wiesen, welche die Waldzonen umgeben ‑ haben zu idealen Lebensräumen für die Rehe geführt. Gleichzeitig werden den Rehkitzen die waldnahen Wiesen auch zum Verhängnis, wenn sie Opfer von Mähmaschinen werden.

Im Mai und Juni bringen die Rehgeissen zwei bis drei Junge zur Welt. Die Rehkitze haben das angeborene Verhalten, dass sie während der ersten zwei bis drei Lebenswochen nicht der Mutter folgen, sondern sich bei Gefahr ducken und reglos im hohen Gras liegen bleiben. Mit dem gepunkteten Fell, kaum Eigengeruch und dem Drückverhalten sind sie optimal gegen Feinde geschützt. Ein Landwirt, welcher seine Wiese mäht, hat jedoch so keine Chance, das Rehkitz zu sehen.

Vermeidung von Unfällen
Die lokalen Jagdgesellschaften unterstützen deshalb die Landwirte beim Verblenden der Wiesen. Mit dem Verblenden werden in den Wiesen weisse oder blaue Tücher, Plastiksäcke oder Baustellenwarnblinker auf Stangen aufgestellt. Damit kann erreicht werden, dass Rehgeis-sen ihren Nachwuchs aus der Wiese entfernen. Damit beim Wild kein Gewöhnungseffekt eintritt ist es wichtig, dass die Verblendungsmassnahmen erst am Vorabend des Mähtages durchgeführt werden.

Unterstützung durch die Jagdgesellschaft
Die örtlichen Jagdgesellschaften bitten daher die Landwirte, sich rechtzeitig vor dem Mähen bei der örtlichen Jagdgesellschaft zu melden und mitzuteilen, wann und wo gemäht werden soll. «Wir sind gerne beim Verblenden behilflich», schreibt die Jagdgesellschaft Viola, zuständig für die Gemeinden Olsberg, Rheinfelden (West) und Magden (West), in einer Mitteilung. Zuständig beim Jagdverein Viola ist Mike Gerber (079 393 30 95).

Verhalten von Spaziergängern
Falls Spaziergänger auf Rehkitze treffen, sollten diese liegen gelassen und nicht berührt werden. «Es ist normal, dass Rehmütter ihre Jungen immer wieder alleine lassen. Die Rehgeissen sind aber nie weit weg, um die Kitze bei Bedarf zu säugen. Rehkitzfunde sind am besten der örtlichen Jagdgesellschaft zu melden. Um die Jungtiere zu schützen, sind alle Hunde während dieser Zeit unbedingt an der Leine zu führen», so der Jagdverein Viola. Foto: zVg

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