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 (eing.) Sie ist nötig, die Altersreform 2020. An der Veranstaltung der Gruppe «Frauen und Politik im Fricktal» waren die anwesenden Frauen überzeugt, dass es ein Ja zur moderaten Erhöhung der Mehrwertsteuer und ein Ja zur Altersreform 2020 braucht. Gemeinsame politische Lösungen zu finden bei einer Vorlage, die die ganze Bevölkerung betrifft, entspricht guter schweizerischer Tradition.


Über die Konsequenzen einer Ablehnung der Altersreform hat Christine Egerszegi-Obrist klar informiert, sie wären sicher schlechter für die meisten Bevölkerungskreise als das vorliegende ausgewogene Paket. Egerszegi-Obrist hat als eine der Initiantinnen im Ständerat massgeblich an der Altersreform 2020 mitgearbeitet, über die wir bald abstimmen. Sie ist heute Präsidentin der eidg. BVG-Kommission und setzt sich mit ganzer Kraft ein, damit die Renten auch in Zukunft für die ganze Bevölkerung gesichert werden können.

Auf die vielen auch kritischen Fragen der Frauen, welche mit der Erhöhung des Rentenalters ebenfalls ihren Preis für dieses komplexe Paket bezahlen, konnte sie überzeugend antworten. «Jede Seite muss Haare lassen, die Jungen, die Alten, die Männer und Frauen», betonte sie und führte weiter aus, dass von 1948 bis 1996 10 erfolgreiche Revisionen umgesetzt werden konnten. Seither wurde jede Vorlage abgelehnt, weil sie den einen zu weit und den andern zu wenig weit ging.

Nun sind sich grundsätzlich alle politisch Engagierten einig, es braucht eine Reform, damit das gleiche Altersguthaben für die älter werdenden Menschen reicht. Aus Sicht der Frauen gibt es gute Gründe, dafür zu sein. Teilzeitbeschäftigte, es sind immer noch vor allem Frauen, haben besseren Zugang zur Pensionskasse und ältere Arbeitnehmerinnen, die ihre Stelle verlieren, werden bessergestellt. So wird der Koordinationsabzug zukünftig gesenkt, damit sich auch Frauen, welche wenig verdienen, ein PK-Guthaben ansparen können. Der Altersarmut der Frauen kann damit vorgebeugt werden. Der Ausgleich von 70 Franken in der AHV kompensiert einigermassen die Senkung des Umwandlungssatzes von 6.8 auf 6 Prozent in der Pensionskasse.

Im Anschluss an das Referat wurde informiert, dass die kantonale Fachstelle Alter mit der Fachstelle Familie und Gleichstellung auf das neue Jahr hin infolge des Sparkurses des Kantons zusammengelegt wird. Die anwesenden Frauen sind der Meinung, dass auch zukünftig diese Themen mit grosser Wichtigkeit bearbeitet werden müssen und nötigen Ressourcen in der kantonalen Verwaltung dafür bereitgestellt werden sollen.

Am 13. Januar 2018 wird das politische Jahr unter den Frauen mit der sogenannten Lenzburger Tagung eingestimmt unter dem Titel «Wir mischen uns ein».
Die Plattform «Frauen und Politik im Fricktal» ist offen für alle Frauen, auch Männer sind willkommen.
«Frauen und Politik im Frickal»
Vorbereitungsgruppe: Nadja Burgherr, Kathrin Frey Hugger, Brigitte Rüedin.