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Kaisten

(info) Die schöne, gemütliche 1.-August-Feier beim Schulhaus Wuermatt in Kaisten wurde dieses von der Feldschützengesellschaft und dem Feuerwehrverein organisiert. Alessandro Giglio, Nationalratskandidat der Jungfreisinnigen, aus Oeschgen sprach als Festredner darüber, was die Schweiz für ihn ausmacht. Bildung, Chancengleichheit, Vereine und direkte Demokratie nehmen für ihn eine überragende Stellung ein. Umrahmt wurde die  Feier mit Vorträgen der Musikgesellschaft, des Männerchors sowie der Alphorngruppe. 

Nachfolgende die Rede von Alessandro Giglio im Wortlaut:

Geschätzte Damen und Herren
Geschätzti Gemeindevertreter

Wo ich vor einiger Zyt anfrogt worde bin, öb ich mer chönd vorstelle, do z' Kaisten en 1.-August-Red z' halte, han ich ganz spontan zuegseit. Spöter, wo ich mer Gedanke gmacht ha, was de Inhalt vo minere Red chönt si, isch mini Spontanität plötzlich weg gsi…

Klar isch mer aber vo Afang a gsi, dass ich öpis über d' Schwiz und über da, vo für mech d' Schwiz usmacht, wot säge, schliesslich fiere mer am hütige Tag euse Nationalfiertig.

Deshalb han ich Fründe und Beaknnti vo mer gfrogt, was für sie mit wenige Wort d'Schwiz usmacht. Debi sind denn Begriff gfalle wie

- Heimat
- Direkti Demokratie,
- Bergwält
- Verein
- Schwizerfranke
- Schoggi oder ganz einfach gut's Esse
- Enfaltligsmöglichkeite
- Bildig und Chanceglichheit

Klar treffe all die Begriff irgendwie uf d' Schwiz zue.

Für mech persönlich händ aber d' Begriff Bildig, Chanceglichheit, Verein und direkti Demokratie en überragendi Stellig,

Schliesslich häd d'Schwiz als rohstoffarms Land sin Wohlstand nid z'Letscht au de guet usbildete Mensche z'verdanke, wo d'Wirtschaft und demit au de Staat vorabringe.

Durum sötte mer öisene Schuele Sorg geh, demit au künftige Generatione d Chance auf en hervorragendi Bildig und spannendi Jobs händ.

Aber nicht nur im Bezug auf Bildig und Beruf ist d'Schwitz es Land, wo viele Möglichkeite bietet. Au im Berich Freizyt sind Möglichkeite fast unbegrenzt. Die Schwiz isch d Heimat vo fast 80’000 Vereine. Vo Sportverein wie Fussball, Handball oder Tennis über kulturelli oder soziali Verein wie Dorf -oder Stadtmusik oder Selbsthilfegruppe. Verein sind für d Schwiz vo unschätzbarem Wert. Ned nume schaffet sie es diverses Freizeitangebot. Nei sie träged au zum gselschaftliche Zämmehalt bi.

Es guets Bispiel für d Förderig vom gesellschaftliche Zämehalt durch d'Verein gsehnd mer hüt und do. Hät doch d' Feldschützengesellschaft und de Feuerwehrverein die hütige 1. Augustfier organisiert und somit ermöglicht.

En wichtige Verein, wo ich bisher nid erwähnt han, sind die politische Parteie, wo massgeblich zur Bildig und zum Erhalt vo eusere Willensnation tüend beträge. Me muess nid unbedingt i some Verein mitmache. Trotzdem möchte ich das allen empfehle, sech mit de Argument vo de politische Parteie usenaderzsetzte und sich be Wahle und Abstimmige zu beteilige. E so chöne mer alli mittenend sicherstelle, dass die direkti Demoktratie glebt wird und d' Schwiz ihri Erfolgsgschicht chan witerschriebe.

Geschätzi Dame und Herre, weil d Schwiz de Mensche so viele Möglichkeite bietet, wünsch ich mir, dass d Mensche i dem Land muetig und zueversichtlich id Zukunft luege. Ich wünsche mer, dass mer de Muet händ, die sech bietende Chance bim Schopf zpacke und au grossi Projekt z'realisiere.

D Schwizer Gschicht zeigt eus, dass mutigi Projekt sich für d Schwiz immer uszahlt hend. Ich denk do zum Beispiel a de ersti Gotthard-Isebahntunnel. De Gotthard-Tunnel isch ned nume wege de Längi es mutiges Projekt gsi, nei es isch au eins vo de erste Mal gsi, wo Dynamit bi so emne grosse Projekt brucht worde isch.

Us de hütige Sicht chöne mer mit Sicherheit säge, dass sich für eus de Muet vo eusne Vorfahre uszahlt hät. Hät doch de Isebahntunnel nit nur de Handel und Wirtschaft gstärkt. Nei, er het au d Schwizer Regione gsellschaftlich nöcher brocht. Durch das, dass Tessin nöcher und vor allem au im Winter einfacher erreichbar worde isch, isch au de Ustusch und die gsellschaflich Bindig stärker worde. I de hütige Zyt gsend Problem i de Schwiz villecht andersch us. Demit au künftige Generation i dem Land bim Zruggluege au uf eus chönd stolz si, müend au mer de Muet ufbringe Risike izgo, Grosses azpacke. Denn Stillstand bedütet Rückschritt!

I dem Sinn halte mer zemme und hebed Muet und ergriffet d Chance, wo sech biete.

Danke für d Iladig und s Zuelose!

Unsere Bilder:
• Festredner Alessandro Giglio, Nationalratskandidat der Jungfreisinnigen, aus Oeschgen.
• Die Alphorngruppe Kaisten.
• Der Männerchor Kaisten-Laufenburg.
Fotos: Jörg Wägli
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