Ein Produkt der mobus 200px

Laufenburg

Dora Freiermuth und Hans Ryser in der alten Spenglerei. Foto: Dieter Deiss

(dd) Eine Ausstellung besonderer Art, an einem besonderen Ort, feierte anlässlich der Laufenburger Kulturnacht ihre Vernissage. In der Werkstatt der ehemaligen Spenglerei Oskar Strittmatter zeigten Dora Freiermuth, Istvan Akos und Hans Ryser Werke aus ihrem künstlerischen Schaffen.

Dora Freiermuth, die bekannte Laufenburger Künstlerin, lässt mit Materialien aus Natur und Alltag filigrane Kunstwerke entstehen. So stechen beispielsweise die aus Malerband entstandenen kleinen bis übergrossen «Schwämme» ins Auge. Sie zeigt aber auch Arbeiten mit Tusche, Graphit und Acryl.
Als Physiotherapeut befasste sich Hans Ryser jahrzehntelang mit dem menschlichen Bewegungsapparat. Hier hat denn auch seine Faszination für Knochen seinen Ursprung. Tierische Knochen vom kleinen Mäuslein bis hin zum Kamelwirbel setzt er in Dialog mit alltäglichen Materialien wie Blech, Schaumstoff, Holz oder Draht. Daraus entstehen wundersame Skulpturen und fantasievolle Fabelwesen.
Faszination für Rost
Der Basler Journalist und Fotograf Istvan Akos ist besonders fasziniert von der zersetzenden Kraft von Sauerstoff und Wasser beim Eisen. Mit einer Macro-Linse fotografiert er Rost in allen Erscheinungen und Variationen derart raffiniert, dass man beim Betrachten das Gefühl hat, man könnte die durch den Rost abblätternde Farbe wegkratzen.
Eine ganz besondere Ambiance erhält die Ausstellung der drei Kunstschaffenden durch das Ausstellungslokal, nämlich die ehemalige Werkstätte der Spenglerei Strittmatter: Diese ist noch in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Besitzer der Liegenschaft ist der Arzt Peter Minder. Während er den Wohntrakt gänzlich saniert hat, lässt er die Werkstätte in ihrem ursprünglichen Zustand. Auf eigene Initiative hat er bereits zweimal zu kleineren Konzerten in der Werkstatt eingeladen. Gerne möchte er das Lokal auch inskünftig für kulturelle Anlässe in kleinem Rahmen zur Verfügung stellen.
Die Ausstellung ist kommenden Samstag und Sonntag nochmals geöffnet jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Bild: Dora Freiermuth und Hans Ryser in der alten Spenglerei. Foto: Dieter Deiss
Bewerten Sie den Artikel:
Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an