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Laufenburg

Freuen sich auf die Ausstellung «Frida im Fluss» (von links): Rudolf Lüscher, Präsident der Stiftung Erwin Rehmann Ateliermuseum + Skulpturengarten, Kunstpädagogin Christine Puppel, Daniel Waldner, techniscer Leiter Rehmann-Museum, und Katrin Schrödr-Meiburg, Geschäftsleitungsmitglied der Lebenshilfe Lörrach e.V.

(pd) Der Bundesrat erlaubt den Museen unter Einhaltung der Vorgaben in Bezug auf soziale Distanz und Hygiene eine Wiedereröffnung. Damit ist die aktuelle Bilderausstellung «Frida im Fluss» im Rehmann-Museum in Laufenburg ab Mttwoch,13. Mai, erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Gezeigt werden Werke künstlerisch begabter Menschen mit Behinderung. Entstanden sind sie im Atelier Frida der Lebenshilfe Lörrach e.V., geleitet von der Kunstpädagogin Christiane Puppel.

«Frida im Fluss», so der Titel der Ausstellung, zeigt Bilder von Peter Ehrlich, Oliver Nönniger, Simona Picona, Carmen Schäuble und Sandra Stankiewitz. Die Werke stammen aus dem inklusiven Atelier Frida der Lebenshilfe Lörrach e.V. geleitet von der Kunstpädagogin Christiane Puppel. Das Atelier Frida, benannt nach der berühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo, bietet neben der Begleitung der künstlerischen Arbeit die Auseinandersetzung mit individuellen und gesellschaftlichen Inhalten. Dabei wird die Aufmerksamkeit auf den kulturellen Wert der sogenannten Outsider-Kunst gelenkt. Kunst als Medium, das keine Behinderung kennt.

Mittendrin in der Kunstszene und in der Öffentlichkeit zu sein, ist das Anliegen des Ateliers und der Lebenshilfe Lörrach, die dieses Projekt ins Leben gerufen hat. Im Atelier Frida haben künstlerisch begabte Menschen mit Behinderung in einem Gebäude, in welchem mehrere andere Künstlerateliers bestehen, eine ausgezeichnete Heimat für ihr kreatives Schaffen gefunden. Die Anleitung für ihre Arbeit erhalten sie von der Leiterin des Ateliers, der Kunstpädagogin Christiane Puppel.

Mit der neuen Ausstellung «Frida im Fluss» zeigt das Rehmann Museum die Bilder aus dem Atelier Frida praktisch direkt am stetig fliessenden Rhein. Das Ateliermuseum mit Skulpturengarten ist hierfür der ideale Ort – eben auch mittendrin mit dem Fluss zwischen Deutschland und der Schweiz. Mittendrin aber auch in der repräsentativen Sammlung von Werken des Künstlers Erwin Rehmann und mittendrin im Fluss der Kulturstadt Laufenburg beidseits des Rheins. Dialog und Beziehungen schaffen, ist ein Anliegen des Rehmann-Museums. Dies kommt nun auch mit der neuen Ausstellung zum Ausdruck und ist ein Einsatz für eine inklusive Kultur für Menschen mit und ohne Behinderung.

Die Ausstellung läuft unter dem Begriff Art brut oder Outsider Art. Dies als Sammelbegriff für autodidaktisch gewachsene Kunstformen, losgelöst von Akademismus und von Menschen, die intuitiv ihre ureigenen Gestaltungen entwickeln. Im Zusammenhang mit der Ausstellung sind auch Workshops vorgesehen.

Die Künstler
Sandra Stankiewitz aus Lörrach malt bevorzugt figürlich. Ihre Bilder kommen ausdruckstark und farbenfroh daher. Sie experimentiert gern mit poppigen Farben. Ihre Bilder haben einen originellen Stil und ziehen rasch den Blick auf sich.
Carmen Schäuble aus Efringen-Kirchen malt abstrakt und intuitiv. Ihre Bilder entstehen spontan mit schwungvollen Pinselstrichen. Auffallend sind die satten Farben und dynamische Gesten wie auch geheimnissvolle Zeichen und vieldeutige Formen.
Simona Picone aus Lörrach ist eine genaue Beobachterin, die Eindrücke aus ihrem Umfeld im Bild umsetzt. Die in Aquarelltechnik gemalten Bilder strahlen etwas Zartes, Leichtes und Luftschwebendes aus.
Peter Ehrlich aus Schopfheim ist vielseitig interessiert. Er zeichnet präzise und feinsinnig und malt mit Hingabe und Sorgfalt. Einiges entsteht spontan und anderes nach Vorlagen. Die Sujets stammen aus der Architektur, sind Landschaften, Städte wie auch Tiere.
Beeindruckend sind die Bilder des vor drei Jahren verstorbenen Oliver Nönninger. Seine im Atelier Frida geschaffenen Bilder greifen Themen des Lebens und der Spiritualität auf, welche ihn beschäftigt haben, und regen die Betrachter zum Nachdenken an.

Eintritt gratis
Für den Besuch der Ausstellung wird kein Eintritt erhoben (ausgenommen bei speziellen Veranstaltungen). Der Erlös aus der Spendenkasse kommt dem Projekt «Frida im Fluss» zugute.
Die Ausstellung startet am Mittwoch, 13. Mai. Sie kann jeweils Mittwoch bis Freitag von 11 bis 16 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Die ursprünglich für Freitag, 20. März, geplante Vernissage musste wegen des Coronavirus abgesagt werden. In Zusammenhang mit dem Coronavirus gelten im Rehmann-Museum die jeweils aktuell in unserer Region gültigen Sicherheits- und Verhaltensempfehlungen.

Unser Bild: Freuen sich auf die Ausstellung «Frida im Fluss» (von links): Rudolf Lüscher, Präsident der Stiftung Erwin Rehmann Ateliermuseum + Skulpturengarten, Kunstpädagogin Christine Puppel, Daniel Waldner, technischer Leiter Rehmann-Museum, und Katrin Schröder-Meiburg, Geschäftsleitungsmitglied der Lebenshilfe Lörrach e.V. Foto: zVg/März 2020
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