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Laufenburg

Vereinsmitglieder und Stadtammann Herbert Weiss (vierter von links) durchtrennen das rote Band. Foto: zVg(eing.) Am Samstag, 20. Mai, wurde um 15 Uhr in der Laufenburger Altstadt feierlich das Sprachpanorama, die erste Dauerausstellung zu Sprache eröffnet. Die sorgfältig geplante, interessante und ansprechend präsentierte Ausstellung zu verschiedenen Aspekten von Sprache ist vielfältig und spricht verschiedene Sinne an. Hier kann man Sprache begreifen.

Bei perfektem Frühlingswetter strömten zahlreiche Besucherinnen zu den drei Acts, die zu diesem Anlass stattfanden. Pünktlich um 15 Uhr versammelte sich an der Unteren Wasengasse in Laufenburg eine interessierte Menschenmenge. Nach ein paar Begrüssungsworten schnitten Projektleiterin Florence Aggeler und Stadtammann Herbert Weiss zusammen mit Vereinsmitgliedern des Vereins Sprachpanorama das rote Band durch. Die Gruppe bewegte sich in den Jahrhunderte alten Gewölbekeller, der sinnigerweise mit einem Zeitstrahl zur Geschichte der deutschen Sprache bestückt ist. Dort fanden der Rest des Eröffnungsakts und der anschliessende Apéro statt. Ein Referat zur mehrsprachigen Schweiz des Leiters des Phonogrammarchivs Zürich, Dieter Studer, und schliesslich die Lesung des Laufenburger Schriftstellers Christian Haller unter dem Titel «Wörter, meine Herde» rundeten den Nachmittag ab. Bis zuletzt war der Anlass sehr gut besucht.

«Sprache begreifen» kann man im Sprachpanorama im doppelten Sinn. Foto: zVgDie auf drei Etagen verteilte Ausstellung mit zahlreichen Stationen zum Hören, Spielen, Ausprobieren, Wissen oder Raten stiess auf positives Echo. Das Versprechen, in der Ausstellung «Sprache begreifen» zu können, wird in doppelter Weise eingelöst. Sorgfältig ausgewählte und didaktisierte Informationen laden zum Lesen und Verstehen ein, während es auch einige Stationen gibt, an denen man selber etwas tun kann.

Im Raum Jugendprojekte ist eine erste Projektarbeit einer Klasse des Gymnasiums Münchenstein zum Thema Sprachverfall zu sehen. Bald nach der Eröffnung soll der Sprach-Projektwettbewerb 2017 für Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe II lanciert werden. Darüber hinaus werden Workshops und Führungen angeboten, gerade auch für die Sekundarstufen.

Den Machern der Ausstellung ist es wichtig, für gewisse Aspekte zu sensibilisieren, aber auch Zusammenhänge aufzuzeigen, die den Weg nicht so leicht von der Wissenschaft in die Bevölkerung oder in die Schulzimmer finden. Die Literatur habe längst einen gewichtigen Platz in der Kulturszene erobert, die Sprache selber als Kulturgut, Kulturträger und Kommunikationsmittel müsse erst noch beweisen, dass sie mehr Beachtung verdient, sagte Florence Aggeler. In den letzten Jahren hat sich ein immer breiteres Interesse an Sprachpublikationen wie zum Beispiel Flurnamen- und Familiennamenbüchern abgezeichnet. Dem wachsenden Interesse an Sprachthemen will mit der Ausstellung Rechnung getragen werden.

Mehr Infos unter www.sprachpanorama

Unser Bild oben: Vereinsmitglieder und Stadtammann Herbert Weiss (vierter von links) durchtrennen das rote Band. 
Die weiteren Bilder:
«Sprache begreifen» kann man im Sprachpanorama im doppelten Sinn.
Vereinsmitglieder freuen sich über die Eröffnung. Von links: Marianne Moser, Steffen Siebenhüner, Judith Wieser, Rudolf Bader, Anne Hauser, Florence Aggeler, Brigitte Köhler und Brigitte Nowak.
Fotos: zVg

Vereinsmitglieder freuen sich über die Eröffnung. Von links: Marianne Moser, Steffen Siebenhüner, Judith Wieser, Rudolf Bader, Anne Hauser, Florence Aggeler, Brigitte Köhler und Brigitte Nowak. Foto: zVg

 

 

 

 

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