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Gipf-Oberfrick

(mve) Das Thema «Tempo 30» in Gipf-Oberfrick bewegt schon seit Jahren die Gemüter. Nach zwei erfolglosen Vorstössen aus der Bevölkerung zur Einführung von Tempo 30 in den Jahren 2003 und 2010 ist das Anliegen nun wieder auf dem Tisch.


Das Komitee «Pro Tempo 30 für mehr Wohnqualität» hat sich dem Thema nochmals angenommen und Anfang September eine entsprechende Petition gestartet. Die Petition ist nun beendet. Heute, Freitag, übergaben Hannes Erb und Melanie Jenni vom Komitee «Pro Tempo 30» dem Gemeinderat 571 Unterschriften.

Die Einstellung zu «Tempo 30 in allen Quartierstrassen» in Gipf-Oberfrick war sehr positiv, hielt Melanie Jenni fest. Die Gemeinde wachse und somit auch der Verkehr. Gerade für die Schulkinder sei der jetzige Zustand sehr gefährlich, «es gibt kein Trottoir – die Autos fahren mit ‹50› direkt an den laufenden Kindern vorbei.» Die jetzige Situtation sei unverantwortlich, so auch Hannes Erb, er ist sich sicher, «wenn Tempo 30 flächendeckend in allen Quartiersstrassen eingeführt wird, steigert dies die Wohn- und Lebensqualität in Gipf-Oberfrick.»

Die Gemeinde Gipf-Oberfrick hat bereits im letzten Jahr die flächendeckende Umsetzung von Tempo 30 in den Quartieren als eine der Massnahmen im Kommunalen Gesamtplan Verkehr aufgenommen, informierte Gemeindeammann Regine Leutwyler. Es seien bereits verschiedene Anträge aus der Bevölkerung für Tempo 30 auf einzelnen Quartiersstrassen eingegangen. Allerdings könne Tempo 30 nicht einfach durch einen Beschluss des Gemeinderats eingeführt werden, hierzu brauche es ein Fachgutachten. Der Gemeinderat hat die Kosten von 25 000 Franken für dieses Gutachten in das Budget 2020 aufgenommen. Über das Budget und damit auch über die Kosten für das Gutachten wird an der kommenden Gemeindeversammlung am 22. November entschieden. «Wir befürworten die Ausarbeitung dieses Fachgutachtens», teilte der Gemeinderat mit. Erst dann sei eine sachliche Meinungsbildung möglich.

Bild (von links): Hannes Erb und Melanie Jenni vom Komitee «Pro Tempo 30 für mehr Wohnqualität», Vizeammann Georg Schmid, Gemeindeammann Regine Leutwyler. Foto: Marianne Vetter

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