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Frick

Schulhündin Rae sorgt für entspannte Lernatmosphäre. Foto: zVg

(ap) Während sich an einem nasskalten Dezembermorgen die ersten Lernenden langsam vor dem Schulgebäude der Oberstufe Frick einfinden und in ihre Handys starren, ist eine Schulbesucherin mit lockigen Haaren, schwarzen Knopfaugen und feuchter Schnauze schon längst hellwach. Der Schultag beginnt für Fricks einzige vierbeinige Lernende mit halb sechs Uhr genauso früh wie für ihre Besitzerin, die Lehrerin Angela Stallnig.

Im Gegensatz zu den Schülerinnen und Schülern aber wird die schwarz-weisse Pudeldame Rae, die als Schulhund an der Oberstufe Frick eingesetzt wird, später noch hin und wieder Zeit für ein kleines Nickerchen haben. Vorerst ist daran aber noch nicht zu denken: Kaum tritt die erst zehn Monate alte Hündin in Erscheinung, bildet sich schon eine Traube von häufig weiblichen Fans um sie, und deckt sie mit Streicheleinheiten ein. Doch auch einige männliche Alphatiere, die sonst eher versuchen ihre harte Seite zu zeigen, drehen sich regelmässig mit einem Lächeln im Gesicht zu der feinlockigen Vierbeinerin um.

Gerade selbst in der Pubertät
Kaum ein Vierteljahr im Einsatz, hat die Schulhündin mit ihrem leisen, aber charmanten Auftreten schon das ganze Schulhaus um die Pfote gewickelt. Doch ihre Wirkung geht über das blosse Erfreuen der Lernenden und Lehrpersonen hinaus. Laut Hundeführerin Stallnig bringt der gezielte Einsatz von Schulhunden nämlich einige Vorteile mit sich. So werde die Konzentrationsfähigkeit gestärkt, der Kontakt mit der Hündin baue Angst und Stress ab und steigere das Verantwortungsgefühl. Nach der Grundausbildung soll Rae im Rahmen der hundegestützten Pädagogik in der Schule sogar in der Lage sein, eigenständig durch die Lernateliers zu laufen und intuitiv Kontakt zu verhaltensauffälligen oder gestressten Kindern herzustellen. Momentan ähnelt sie aber noch stark jenen, die sie später unterstützen soll: Sie ist nämlich gerade erst selbst in die Pubertät gekommen, und hat deshalb einen starken Spieltrieb und eine kurze Konzentrationsspanne.
Die Lernenden sind gegenüber der Hündin positiv eingestellt bis begeistert. Eine Schülerin findet die tierische Unterstützung lustig, sanft und auflockernd. Ein Schüler freut sich, dass sich Rae manchmal ganz allein zu ihm gesellt. Angst hat er nur davor, dass sie seine Aufgaben frisst. Andere Lernende berichten davon, dass sie sich durch den Kontakt mit der Hündin von früheren unangenehmen Begegnungen mit Hunden distanzieren lernen.

Gutmütig, aber Flausen im Kopf
Vor der Begegnung mit Rae muss sich wirklich niemand fürchten. Zwar hat die junge Hundedame noch Flausen im Kopf und tollt gerne herum, lernt aber gerade durch dieses Spielen und die Interaktion mit den Lernenden Wichtiges für ihren Einsatz in der Schule.
Als Schulhund kommt jedoch nicht jeder Vierbeiner in Frage. Schon als kleiner Welpe werden sie auf Grund ihres Wesens ausgewählt und regelmässig auf den Kontakt mit vielen Menschen vorbereitet. Doch egal wie geeignet eine Anwärterin auch ist, so stellt die Schule trotz allem keine natürliche Umgebung für eine Hündin dar. Deshalb ist es wichtig, dass von Lernenden und Lehrpersonen gewisse Umgangsregeln eingehalten werden. So solle man darauf achten, dass nicht zu viele Personen den Hund streicheln, man sie nichts am Boden Liegendes aufessen lassen darf, und man sie nicht an sich hochspringen lässt. Natürlich ist gerade die erste Regel für Jugendliche schwer einzuhalten; zu stark ist oft für viele die Versuchung das quirlige Fellbündel zu streicheln.

Bald gibt es Zuwachs
Die Hündin, mit der aufgrund ihres fehlenden Haarabwurfs auch Allergiker keine Probleme haben, ist in kurzer Zeit schon ein wichtiger Teil der Lernlandschaft C an der Oberstufe Frick geworden. Anders als die Schüler und Schülerinnen aber wird sie nicht nach drei Jahren die Oberstufe verlassen, sondern hoffentlich bis ins hohe Alter immer neue Generationen von Lernenden in der Oberstufe Frick willkommen heissen.
Ab dem 2. Semester erhält die Oberstufe Frick sogar Zuwachs. Sandra Höltschi hat ebenfalls einen pädagogisch geschulten Hund, der die Lernlandschaft B künftig beleben wird.

Bild: Schulhündin Rae sorgt für entspannte Lernatmosphäre. Foto: zVg
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