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Wittnau

Mit viel Engagement und unter fachkundiger Leitung bauen Freiwillige eine Trockenmauer. Foto: Charlotte FröseTrockenmauern bieten seltenen Pflanzen und Tieren einen geschützten Lebensraum. Zudem sind sie ein wertvolles Landschaftselement. In Wittnau bauten Freiwillige während einer aussergewöhnlichen Ferienwoche eine Trockenmauer. Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Jurapark Aargau, dem Natur- und Vogelschutzverein Wittnau, der Stiftung Umwelteinsatz Pro Natura und der Gemeinde Wittnau.

CHARLOTTE FRÖSE

Probesitzen in der Nische für die Wiedehopf-Behausung. Im Bild: Benno Zimmermann.«Wittnau: Geräumige Wohnungen in bester landschaftlich bezaubernden Lage, Südhang, im ‹Sundel›, warm und trocken, gebaut mit historischem Baumaterial, kostenfrei zu vergeben», so könnte eine Immobilienanzeige für ganz besondere Wohninteressenten lauten. Die künftigen Bewohner stehen derweil schon parat, um ihr neues Domizil zu beziehen. Bei dem Bauprojekt handelt es sich um eine von Freiwilligen aufgebaute Trockenmauer, in der wärmeliebende Tiere und Pflanzen ein neues Zuhause mit idealen Lebensbedingungen finden werden. Selbst für einen ganz besonderen Bewohner, den Wiedehopf, wurde eigens eine «Wohnung» parat gemacht.

Anja Trachsel, Jurapark Projektleiterin Natur und Landschaft, Frau Vizeammann Gertrud Häseli und Mathias Steiger, Stiftung Umwelteinsatz Schweiz (von links), freuen sich über das gelungene Projekt.Die Idee eine Trockenmauer als Vernetzungselement im Wittnauer Naturschutzgebiet «Sundel», welches einst treffender «Sonnental» hiess, anzulegen, stammt vom Natur- und Vogelschutzverein Wittnau. Als im letzten Jahr in Wittnau der Aushub für ein Bauprojekt der Wohnbaugenossenschaft Ruinen einer etwa 2000 Jahre alten Römersiedlung ans Tageslicht brachte, war die Idee geboren, diese Steine nach der Begutachtung und Dokumentation durch die Kantonsarchäologie für den Bau einer Trockenmauer wieder einzusetzen. «Im übertragenen Sinn, können wir so die Römer wieder zu neuem Leben erwecken», berichtete Benno Zimmermann, Präsident des Natur- und Vogelschutzverein Wittnau anlässlich einer Besichtigung auf der Baustelle. Der ideale Standort für eine solche Mauer sei an einem Hang im «Sundel» schnell gefunden werden, erklärte Zimmermann weiter und auch die Besitzerin der Parzelle sei mit dem Vorhaben einverstanden gewesen.

Alleine konnte der NV Wittnau dieses Projekt jedoch weder personell noch finanziell stemmen. Es sei gelungen, den Jurapark Aargau, Pro Natura sowie die Stiftung Umwelteinsatz Schweiz und nicht zuletzt die Gemeinde Wittnau ins Boot zu holen. «Damit stand einer Umsetzung nichts im Wege», freute sich Zimmermann.

Akkurat aufgesetzte Trockenmauer, verwendet wurden Kalksteine und Steine einer Römersiedlung.Versteinerungen, Fundstücke am Rande der Aktion.Erhalt und Förderung der Artenvielfalt
Gertrud Häseli, Frau Vizeammann von Wittnau, zeigte sich sehr erfreut darüber, dass sich diese Partner gefunden hätten. Der Gemeinderat begrüsse sehr die Aufwertungsmassanhmen in der Landschaft. Sie betonte: «Das Projekt Trockenmauer wird ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt des Sundels leisten.» Auch die Tatsache, dass die römischen Steine nach 2000 Jahren wieder ans Licht kommen, sei erfreulich, betonte Gertrud Häseli und sie sei sich sicher, dass sich die künftigen Bewohner wie auch Spaziergänger und Wanderer an der Schönheit der Mauer erfreuen können.

 

Jeder Stein wird passgenau in die Trockenmauer eingebaut.Jeder Stein wird passgenau in die Trockenmauer eingebaut.Über Jahrhunderte bewährte Handwerkskunst
Bevor die neuen Bewohner ihre Behausungen beziehen können, wurden innert dieser Woche vom 9. bis 15. Juli etliche Schweisstropfen von den Ausführenden vergossen. Zehn freiwillige Helfer, darunter auch einige Frauen, konnten sich für die aussergewöhnliche Ferienwoche in Wittnau begeistern. In der Ferienarbeitswoche wurde den Teilnehmenden das alte Handwerk des Trockenmauerbaus von Grund auf vermittelt. Die Gruppe baute die neue Stützmauer unter der kompetenten Leitung des Trockenmaurers Pascal Zobrist und Mathias Steiger, Leiter Trockenmauern der Stiftung Umwelteinsatz, vom ersten bis zum letzten Stein. Neben dem gewusst wie, nehmen die Teilnehmenden ein unvergessliches Naturerlebnis, wohl auch einige Schrammen und mitunter einen schmerzenden Rücken, aber auch trotz der grossen Anstrengungen eine super Stimmung in einer tollen Gemeinschaft aus dieser Woche mit nach Hause, so die einhellige Meinung. Die Kursteilnehmenden die aus Wittnau und der weiteren Region stammen übernachteten während der Woche in Wittnau.

Benno Zimmermann, Präsident vom Natur- und Vogelschutzverein Wittnau, wird für sein Engagement rund um die Trockenmauer, ganz nach Art der Römer, mit einem grünen Kranz geehrt.Verbaut wurden rund 15 Tonnen Material. Knapp zehn Prozent der Steine stammen aus der Römersiedlung, der Rest sind dem Frost trotzende Kalksteine aus der Region. Die Natursteine werden ohne Beton oder Mörtel, und damit trocken, von Hand im Verband aufgeschichtet. Jeder Stein wird ganz bewusst ausgesucht und wenn nötig mit Hammer und Meissel zurechtgeschlagen. Das Einlegen von kleineren Steinen erfolgt von Hand und erfordert einiges an Geschick. Für die grossen Brocken übernimmt ein Bagger den Transport. Vom Fundament bis zu den Schlusssteinen muss alles stimmen, damit die Mauer viele Jahre ihre Funktion erfüllen kann, betonen die Fachleute.

Vom tatkräftigen Einsatz profitiere die Natur ebenso wie die Region, aber auch die freiwilligen Helfer selbst, betonte Anja Trachsel, Jurapark Projektleiterin Natur und Landschaft. Das Projekt sei ein «Parade-Beispiel» für den Jurapark, betonte Anja Trachsel.

Angedacht ist, dass die Mauer eventuell im nächsten Jahr eine Fortsetzung erfährt. Baumaterial ist noch vorhanden und an der Bereitschaft Freiwilliger mitzubauen werde es wohl auch nicht fehlen, so Benno Zimmermann.

Unser Bild oben:
Mit viel Engagement und unter fachkundiger Leitung bauen Freiwillige eine Trockenmauer.
Die weiteren Bilder:
Anja Trachsel, Jurapark Projektleiterin Natur und Landschaft, Frau Vizeammann Gertrud Häseli und Mathias Steiger, Stiftung Umwelteinsatz Schweiz (von links), freuen sich über das gelungene Projekt.
Probesitzen in der Nische für die Wiedehopf-Behausung. Im Bild: Benno Zimmermann.
Akkurat aufgesetzte Trockenmauer, verwendet wurden Kalksteine und Steine einer Römersiedlung.
Jeder Stein wird passgenau in die Trockenmauer eingebaut.
Versteinerungen, Fundstücke am Rande der Aktion.
Benno Zimmermann, Präsident vom Natur- und Vogelschutzverein Wittnau, wird für sein Engagement rund um die Trockenmauer, ganz nach Art der Römer, mit einem grünen Kranz geehrt.
Fotos: Charlotte Fröse

Foto: Charlotte Fröse

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