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Wölflinswil

(gk) Im April 2020 führten die Gemeinden Oberhof und Wölflinswil gemeinsam eine Befragung der Stimmberechtigten durch. Von den 1163 versandten Fragebogen wurden 511 in Papierform oder digital eingereicht, was einer Beteiligung von 43 Prozent entspricht. Die beiden Gemeinderäte haben diese grosse Resonanz mit Freude zur Kenntnis genommen. Den untenstehenden Ausführungen können die Schlüsselerkenntnisse aus der Umfrageauswertung entnommen werden.

Die vertiefte Gemeindezusammenarbeit wird grundsätzlich befürwortet, wenn auch nicht in allen Bereichen (z.B. Kindergärten oder Wasserversorgungen sollen autonom bleiben). Für die Fusion mit einer Nachbargemeinde sind 47 % bzw. für eine regionale Lösung 19 %. Ein Drittel lehnt eine Fusion ab. Die Vereinigung der Ortsbürger- mit der Einwohnergemeinde wird in beiden Gemeinden befürwortet (64 %). Die Versammlungswahl könnte gemäss dieser Umfrage in Oberhof mit einer knappen Mehrheit abgeschafft werden. Das praktisch exakt umgekehrte Resultat präsentiert sich in Wölflinswil. Die Befragungsteilnehmenden sind mit den Dienstleistungen der Gemeinschaftsverwaltung grösstenteils zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Hier wird primär im Bereich Kommunikation ein gewisser Handlungsbedarf festgestellt.
Der Bericht der AWB Comunova AG stellt im Detail die verschiedenen Auswertungen und Ergebnisse dar. Aufgrund der abgesagten Informationsveranstaltung wird eine Kurzfassung (12 Seiten) der Auswertung in alle Haushaltungen verschickt. Der ausführliche Bericht kann auf den Gemeindewebsites heruntergeladen werden.
Nachfolgend die wichtigsten Aussagen zu einzelnen Bereichen der Umfrage:

Gemeindezusammenarbeit
Die bestehende Gemeindezusammenarbeit der beiden Gemeinden kann grundsätzlich beibehalten/ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang werden primär Bereiche der Verwaltung genannt. Weiter wurden auch Bauamt, Primarschule, Tagesstrukturen und Hauswartung erwähnt.

Gemeindefusion
Ein besonderes Augenmerk wurde der «Fusions-Frage» gewidmet: Über beide Gemeinden hinweg können sich 47 Prozent der Teilnehmenden eine Fusion mit einer Nachbargemeinde vorstellen, 19 Prozent eine Fusion im Rahmen einer regionalen Lösung. Rund ein Drittel lehnt die Fusion grundsätzlich ab. Die Resultate differieren in den beiden Gemeinden nur geringfügig. Als Fusionspartner wird primär Oberhof bzw. Wölflinswil genannt. Rund 20 Prozent könnten sich auch eine Fusion mit Wittnau oder Gipf-Oberfrick vorstellen.

Ortsbürgergemeinde
Rund zwei Drittel der Befragten befürworten eine Fusion der Ortsbürger- mit der Einwohnergemeinde, was faktisch die Auflösung der Ortsbürgergemeinde bedeuten würde. Diese Zustimmung ist in Oberhof (71 %) etwas deutlicher als in Wölflinswil (61 %). Die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger, welche diese Frage beantwortet haben, erteilten in etwa im gleichen Verhältnis ihre Zustimmung.
Die Versammlungswahl könnte in Oberhof (52 %) aufgehoben und mit der Urnenwahl ersetzt werden, in Wölflinswil haben sich 52 Prozent der Befragten für die Beibehaltung der Versammlungswahl ausgesprochen.
Die Gemeinschaftsverwaltung erhält gute bis sehr gute Noten, die Dienstleistungen werden geschätzt. Die Kommunikation wird als ausreichend empfunden. Verbesserungsfähig sind die digitalen Kanäle.

Anspruchsvolle Kommunikation
Die Informationsveranstaltung für die Bevölkerung war auf den 27. Oktober geplant. Die Resultate sollten in einem öffentlichen Workshop anfangs Dezember vertieft diskutiert werden. Aufgrund der Entwicklung der Covid-19-Krise wurde diese Planung überarbeitet und die Veranstaltungen wurden abgesagt. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden stattdessen mit einer Zusammenfassung des Berichtes zur Bevölkerungsumfrage bedient und zur Teilnahme an strukturierten Telefoninterviews oder einer Online-Diskussion eingeladen.
Im Rahmen der Bevölkerungsbefragung konnten die Beteiligten angeben, ob sie für vertiefte Fragen zur Verfügung stehen. Dieses Angebot wird nun aufgenommen und die entsprechenden Personen werden kontaktiert. Diese Befragungen stehen allen Einwohnerinnen und Einwohnern offen. Entsprechende Anmeldungen nimmt die Gemeindekanzlei gerne entgegen.
Das Ergebnis dieser Nachbefragung sowie der Bericht werden von den beiden Gemeinderäten im Januar 2021 im Rahmen einer Klausur vertieft, ausgewertet und Massnahmen sowie Handlungsbedarf festgelegt.

Die Gemeinderäte danken der Bevölkerung für die aktive und rege Beteiligung an der Umfrage.
Gemeinderäte Oberhof und Wölflinswil

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