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Oberhof

Susi Kramer mit ihrer Monografie in der Galerie Carzaniga in Basel. Foto: PrivatFür die in Oberhof lebende Künstlerin Susi Kramer geht ein aufregendes Jahr zu Ende. Im Mittelpunkt stand die Veröffentlichung des 280 Seiten starken Buches über ihr Leben und ihr Wirken.

PETER SCHÜTZ

Die Künstlerin 1984 in Paris. Foto: PrivatDer Titel der seit diesem August vorliegenden Monografie «Susi Kramer – Künstlerin unbedingt!» lehnt sich an eine Aussage aus ihrer Jugend an: Als es um ihre berufliche Zukunft ging, teilte sie ihren Eltern mit, «dass ich unbedingt Künstlerin werden will». Es kam zuerst anders. Susi Kramer begann mit 16 eine kaufmännische Lehre auf der Gemeindekanzlei in Frick. Ihr eigentliches Ziel, Malerin zu werden, behielt sie jedoch im Blick. «Drei Jahre durchhalten», sagte sie sich, «dann kann ich selber entscheiden.» Sie hielt durch. Ging nach dem Lehrabschluss als Au-Pair nach England und besuchte dort Abendkurse an einer Kunstschule, betätigte sich danach als Allrounderin am Theater in Zürich und als Galerieassistentin im Kunstsalon Wolfsberg. 1972 heiratete sie den Zürcher Ingenieur Hans Kramer. Dieser hatte einen Auftrag im Iran bekommen, worauf das junge Paar nach Teheran zog. Susi Kramer nutzte den Kulturwechsel. Sie ging an eine Malschule und zeigte 1975 zum ersten Mal ihre Bilder – Landschaften, Interieurs – in der Öffentlichkeit. 1976, wieder zurück in der Schweiz, beteiligte sich an einer Weihnachtsausstellung im Kunsthaus Aarau. 1984 dann der Schnitt: Kramer bekam vom Kuratorium des Kantons Aargau ein Stipendium in Paris. Erstmals ohne Familie, allein mit der Kunst, wirkte dieser Aufenthalt wie ein Befreiungsschlag. Ihre Malerei wurde energisch und expressiv, die Formate gross, die Farben oft ungemischt aufgetragen. Gelb, Blau und Grün bewegten sich nebeneinander, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

Pulsierende, freche, verrückte und noch grössere Bilder
Zurück in Oberhof, bemühte sie sich mit Erfolg um eine Ausstellung in der Basler Galerie «Zem Specht» (heute Carzaniga). Das war 1986, dasselbe Jahr, in dem Hans Kramer von seinem Arbeitgeber nach Hongkong berufen wurde – für Susi Kramer erneut eine künstlerische Herausforderung, der sie mit pulsierenden, frechen, verrückten und noch grösseren Bildern als in Frankreich antwortete. Und das alles – Teheran, Paris, Hongkong – war erst der Anfang einer einzigartigen Entwicklung, die bis heute andauert.

Susi Kramer mit einer Stele an einer Ausstellung in Frick. Foto: Peter SchützMonografie zu ihrem 70. Geburtstag
Zusammen mit Isolde Schaffter-Wieland und Jean Robert Schaffter machte sie sich vor über einem Jahr an ein neues Abenteuer: eine Monografie zu ihrem 70. Geburtstag. Herausgekommen ist mehr als «nur» ein Buch mit vielen Bildern. «Susi Kramer – Künstlerin unbedingt!» lässt sich wie eine Retrospektive in die Hand nehmen. Enthält eine spannende Auswahl ihrer Kunstwerke von den Anfängen bis heute und macht deutlich, was im persönlichen Umgang mit der Künstlerin nicht unbedingt zum Vorschein kommt: Mit welchem Mut sie in einer früher von Männern dominierten Kunstwelt vorging, welche Leidenschaft sie trieb und wie kompromisslos sie ihre Vorstellung von Malerei, von Zeichnung und Skulptur umsetzte. «Fröhlichkeit umschreibt wohl das Wesen von Susi Kramer am besten, und diese spiegelt sich auch in ihrem Werk wieder, das von Farben, Licht und Transparenz lebt, gepaart mit einer unbändigen Neugier und Experimentierlust», hält Kunsthistoriker Dominique Mollet im Vorwort fest.
Die neue Monographie lädt die Leser ein, die verschiedenen Stationen, Lebensabschnitte und künstlerischen Phasen zu entdecken – von der jugendlichen Susi, die «unbedingt» Künstlerin werden wollte und sich durch nichts abbringen liess, bis zum heutigen vielfältigen Werk. Von dem sie eine Auswahl im April 2018 in Los Angeles und in der Fondazione Matalon in Mailand zeigen wird. Zuvor, am 13. und 14. Januar, öffnet sie ihr Atelier in Oberhof. Eine gute Gelegenheit, sich auf ihre Kunst und die neue Monografie einzulassen.

Unsere Bilder
Erstes Bild: Susi Kramer mit ihrer Monografie in der Galerie Carzaniga in Basel. Foto: Privat
Zweites Bild: Die Künstlerin 1984 in Paris. Foto: Privat
Drittes Bild: Susi Kramer mit einer Stele an einer Ausstellung in Frick. Foto: Peter Schütz
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