Ein Produkt der mobus 200px

Münchwilen

Seit dem 1. Mai offiziell in Münchwilen zuhause: Isabelle und Philipp Koller mit den beiden Buben Robin und Timo; hinten von rechts: Gemeindeammann Bruno Tüscher, Gemeindeschreiber Roger Wernli und Frau Vizeammann Sabrina Keller. Foto: Jörg Wägli

Der 1. Mai 2020 geht in die Münchwiler Geschichtsbücher ein. An diesem Tag nahm die Familie Koller offiziell in der Gemeinde Wohnsitz: Münchwilen über­schritt die 1000-Einwohner-Marke. Ges­tern wurden die Neuzuzüger mit Geschenken herzlich willkommen geheis­sen.

JÖRG WÄGLI

«Das ist ein grosser Schritt für Münch­wilen. Wir haben die 3 hinter uns gelassen und sind nun vierstellig», sagte Bruno Tüscher, Gemeindeammann von Münch­wilen, gestern am frühen Abend. Zusammen mit Vizeammann Sabrina Keller und Gemeindeschreiber Roger Wernli durfte er vor dem Gemeindehaus Isabelle und Philipp Koller mit ihren beiden Söhnen Robin (5) und Timo (2) als 998., 999., 1000. und 1001. Einwohner offiziell begrüssen.
Die junge Familie ist mitten in der Corona-Krise von Rheinfelden nach Münch­wilen gezogen. Auf ihrer Suche nach einem Eigenheim waren Kollers auf das Dorf im mittleren Fricktal gestossen – ein Dorf, das sie bisher nur von der Durchfahrt auf der Kantonsstrasse gekannt hatten. Doch Münchwilen vermochte zu überzeugen. «Ein härziges Dorf», sagte Isabelle Koller: «Und es ist alles Wichtige vorhanden: «Kindergarten und Schule für die Kinder sind in absoluter Nähe.» «Und Sportplatz, Turnhalle», ergänzt Vater Koller. Dass kleine Manko, dass Münchwilen über keinen Dorfladen verfügt, hinderte Kollers nicht daran, Münchwilen als neues Daheim zu wählen. Und das zweite «temporäre» Manko, das Fehlen eines Dorfrestaurants, ist ab morgen Freitag auch passé: Das «Pöstli» öffnet seine Türen unter neuer Führung wieder.

Willkommensapéro nachholen
Gemeindeammann Bruno Tüscher durfte der Familie Koller denn auch gleich einen Gutschein für das «Pöstli» überreichen, damit die Familie den Willkommensapéro, der gestern den Coronavirus-Sicherheitsbestimmungen zum Opfer fiel, nachholen und auf das neue Zuhause anstos­sen kann. Im Weiteren durfte Tüscher eine Dorfchronik, Blumen, Münchwiler Fähnli und «Flüssiges» als Willkommensgeschenke überreichen. Letzteres unter anderem in Form von Hochprozentigem in einem kleinen Fläschchen mit der Aufschrift «Klein und fein – in Münchwilen daheim».

Wachstumsschub
Ein Motto, das in den vergangenen Jahren für viele Neuzuzüger galt. Münchwilen hat einen namhaften Wachstumsschub hinter sich, vor allem durch die neuen Mehrfamilienhäuser im Gebiet «Dell». Allein bei der letzten Bauetappe entstanden 43 Wohnungen, die mittlerweile fast alle besetzt sind, wie Gemeindeammann Tüscher bestätigte.
Noch vor rund 100 Jahren zählte Münchwilen als verträumtes Bauerndorf rund 270 Einwohner. 1950 waren es dann 300. Mit der Bautätigkeit im Sisslerfeld in den 60er-Jahren verdoppelte sich die Einwohnerzahl bis 1990 auf 600. Und das Wachstum ging weiter. 2007 knackte Münchwilen die 700er-Grenze, Ende 2011 jene von 800 Einwohnenden. Im Februar 2014 konnte dann der 900. Einwohner begrüsst werden. Und nun also der 1000.
Nach Abschluss der Neubauten im Gebiet «Dell» dürfte es nun wieder etwas langsamer aufwärts gehen. Fertig gebaut ist Münchwilen jedoch noch nicht. Insgesamt dürfte die aktuelle Bauzone für 1100 bis 1200 Einwohnerinnen und Einwohner Platz bieten.

Unser Bild: Seit dem 1. Mai offiziell in Münchwilen zuhause: Isabelle und Philipp Koller mit den beiden Buben Robin und Timo; hinten von rechts: Gemeindeammann Bruno Tüscher, Gemeindeschreiber Roger Wernli und Frau Vizeammann Sabrina Keller. Foto: Jörg Wägli
Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an