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Stein

Aufrichtefest als Dankeschön: Gruppenbild der geladenen Gäste vor dem neuen «Casa Cura». Foto: Jörg Wägli

In 80 Tagen vom Spatenstich zur Aufrichte: Die Bauleute haben bei der Überbauung «Casa Cura» in Stein ein rasantes Tempo vorgelegt. Zusammen mit den bisher am Bau des neuen Gesundheits- und Wohnzentrums in Stein beteiligten Frauen und Männern, Behördenmitgliedern und Nachbarn konn­te die Stiftung für Krankenpflege Stein am Freitag Aufrichtefest feiern. Bezug wird im Herbst 2022 sein.

JÖRG WÄGLI

Martin Frei von der Erne AG (Mitte) verliet den Richtspruch; rechts: Stiftungsratspräsident Urs Buser. Foto: Jörg Wägli«Mächtig steht er da, der Neubau», stellte Stiftungsratspräsident Urs Buser am späteren Freitagnachmittag bei der Begrüssung zum Aufrichtefest des «Casa Cura» mit Freude fest. Kaum zu glauben, dass es nur 80 Arbeitstage gedauert hat, bis das Bauwerk, dessen Anlagekosten auf 12,3 Mio. Franken veranschlagt sind, seine endgültige Höhe erreicht hat. Immerhin waren dazu beispielsweise 2853 Kubikmeter Beton sowie 333 Tonnen Stahl (rund 537 Kilometer Armierungseisen) nötig. «Dies war nur dank Disziplin, Ordnung und Teamgeist möglich», betonte Baukommissionspräsident Werner Gabriel. Und an die Bauausführenden: «Super, was Ihr geleistet habt!»
Im Richtspruch gab Bauführer Martin Frei von der Baumeisterfirma Erne AG auch einen Einblick in das künftige Innenleben des «Casa Cura»: «Es Wohn- und Gsondheitszentrum im Herze vo Stei / für älteri Lüüt, aber au für Familie und Singels e wunderbars Dehei. / Vor Ort gitts au es medizinisches Kompetenz-Zentrum. / Es fehlt a nüd, do esch gsorgt för eim – rundherum. / E gueti Durmischig esch de Projektverantwortliche wichtig / S’Interessi isch gross – d’Stiftig liit mit ihrem Konzept goldrichtig.»

Das Aufrichtebäumchen steht: Der Rohbau des «Casa Cura» ist erstellt. Foto: Jörg WägliErfüllung des Stiftungszwecks – in einer neuen Dimension
Mit einer Ausbaufläche von 1800 Quadratmetern werden im neuen Zentrum Wohnraum für alle Generationen (auch betreutes Wohnen, unter anderem in einer Wohngemeinschaft) sowie Praxisräumlichkeiten für Ärzte und Therapieanbieter entstehen. Als Partner konnte die Stiftung für Krankenpflege Stein die Salina Rehaklinik, das Avegena Medical Center sowie Home Instead gewinnen. Mit ihrem neuen «Zentrum für Gesundheit Stein» macht die Stiftung für Krankenpflege einen grossen Schritt in die Zukunft. Baukommissionspräsident Werner Gabriel: «Die Erfüllung des Stiftungszweckes wird in einer ganz neuen Dimension möglich.»
Und so galt der Dank des Stiftungsrates am Aufrichtefest nicht nur den Planern rund um das Büro Birri Architekten, Stein, und den bisher am Bau beteiligten Firmen und ihren Teams sondern natürlich auch der Gründerin der Stiftung für Krankenpflege Stein, Johanna Brogle-Gertiser (1830 bis 1904). Ihrer 1903/04 gegründeten Stiftung ist es zu verdanken, dass Stein schon früh über eine Krankenpflege, aber auch über eine eigene Kinderschule verfügte – und heute das «Casa Cura» realisiert werden kann.

Mitglieder des Stiftungsrates und der Baukommission. Foto: Jörg WägliIn Laufe der Jahre hat sich das Gesundheits- wie das Bildungswesen markant verändert – und für den Stiftungsrat stellte sich die Frage, wie dem Stiftungszweck unter den neuen Vorzeichen Nachachtung verschafft werden kann. «Obwohl die Schweiz mit ihren Leistungen einen hervorragenden Platz für sich beanspruchen darf, gilt es offene Lücken zu füllen», sagte Urs Buser und weiter: «Eine solche Lücke versucht unsere Stiftung mit dem Neubau zu füllen.» Ziel sei, die medizinische Versorgung im Dorf, im Zentrum des mittleren Fricktal, zu ergänzen, Physiotherapien an einem zentralen Ort zu ermöglichen und eine ergänzende Möglichkeit für medizinisch betreutes, altersgerechtes Wohnen zu schaffen. Die Mietwohnungen für Familien und Singles sollen den Bau ergänzen und ein Gefühl des Zusammengehörens vermitteln. Mit Freude blicke die Stiftung dem Bauende entgegen, so Urs Buser und: «Noch müssen wir ein Jahr warten – und dann gibt es wieder ein Fest.»
Vorerst stand aber das Aufrichtefest auf dem Programm mit gemütlichem Beisammensein bei Speis und Trank. Und wer wollte, konnte auf einem Rundgang durch den Rohbau zusammen mit Architekt Simon Birri einen ersten Blick in die künftigen Wohn-, Arzt- und Therapieräumlichkeiten werfen. In einem Jahr sollen diese für den Bezug bereit sein, so dass die künftigen Nutzer das «Casa Cura» ab Herbst 2022 nach und nach mit Leben füllen werden.
Weitere Informationen zum «Casa Cura» finden sich auf dessen Interseite:  www.casa-cura-stein.ch

Bilder (Fotos: Jörg Wägli)
Erstes Bild: Aufrichtefest als Dankeschön: Gruppenbild der geladenen Gäste vor dem neuen «Casa Cura».
Zweites Bild: Martin Frei von der Erne AG (Mitte) verliet den Richtspruch; rechts: Stiftungsratspräsident Urs Buser.
Drittes Bild: Das Aufrichtebäumchen steht: Der Rohbau des «Casa Cura» ist erstellt.
Viertes Bild: Mitglieder des Stiftungsrates und der Baukommission.

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