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Stein

Pfarrer Marc Zöllner (links) und Pfarrerin Beate Jaeschke anlässlich des Abschiesgottesdienstes in Stein.

(dr) Am Sonntag, 13. Juni, fand in der Kirche der Reformierten Kirche Mittleres Fricktal der Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Marc Zöllner statt. Sein Rücktritt vom Pfarramt in Stein erfolgt nach 13 Jahren und bedeutet für den allseits beliebten Pfarrer ein Neuanfang bei der Fachstelle «Gemeindeentwicklung» der Landeskirche in Aarau.

Abschied nehmen von Marc Zöllner heisst nun für ihn und die Kirchgemeinde, neue Wege zu beschreiten. Das Thema «Wege» zog sich denn auch durch den gut besuchten Gottesdienst, an dem neben Pfarrerin Beate Jaeschke der Vizedekan Leszek Ruszkowski mitwirkte. Der zu Verabschiedende war für einmal in der Rolle des Zuhörers. Nur kurz machte er sich Gedanken zu seiner «Stein-Zeit», die nun zu Ende geht, dankte für das ihm geschenkte Vertrauen und formulierte Wünsche für eine gute Nachfolge.

Vizedekan Ruszkowski  segnet die Pfarrfamilie.Bei der Schriftlesung ging es um Philippus, der sich auf den Weg machte und unterwegs einem äthiopischen Schatzmeister begegnete. Er gibt ihm Erklärungen zum Evangelium, um ihn danach zu taufen, worauf die beiden wieder ihrer Wege ziehen.
Jaeschke dankte ihrem Kollegen Marc Zöllner für die vielen guten Jahre auf dem gemeinsam zurückgelegten Wegstück und stellte fest, dass Lebenswege nun einmal nicht mit dem Lineal gezogen sind. Allerdings, so meinte sie, bleiben wir trotzdem auf der gleichen Spur, indem wir im Glauben unterwegs sind. «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben», auf diese tröstlichen Jesus-Worte sei Verlass.
Vizedekan Ruszkowski sprach von einer Kurve, die Marc Zöllners Lebensweg nun macht. Zöllner nehme nebst seiner Frau Melanie und den Töchtern Leonie und Sarah reichlich Erfahrung mit, lasse jedoch andererseits viel Gutes in der Kirchgemeinde zurück. In den vergangenen 13 Jahren seien überall Spuren entstanden, die von seinem Herzblut zeugen. Gott werde die Geschichte sowohl der Steiner Kirche wie auch der Familie Zöllner weiterschreiben.
Pfarrerin Jaeschke warf die Frage nach solchen Zöllner-Spuren auf, wobei sich einige Vertreter der Gemeindemitglieder zu Wort melden durften.

Seitens der Kirchenpflege dankte die Präsidentin Barbara Weilenmann der ganzen Familie und speziell Marc Zöllner für das durch seine Gaben und Fähigkeiten bereicherte Gemeindeleben. Zöllner freue sich auf seine neue Aufgabe – «und wir uns für ihn und mit ihm…» Dieter Roth sen. strich als Vertreter der zugehörigen Gemeinden die ökumenischen Anlässe heraus, die Zöllners Handschrift trugen und sehr überzeugend stattfanden. Thomas Stamm vertrat die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Er verneigte sich vor Zöllners Fähigkeiten bezüglich Technik und Computerwissenschaft. Geselliges Beisammensein nach dem Gottesdienst.Solche waren immer wieder gefragt und stets sehr willkommen. Petra Biehler erinnerte sich als Katechetin gerne an die Zusammenarbeit, bei der es darum ging, Kindern und Jugendlichen zu christlichen Wurzeln zu verhelfen. Fabian Weichelt von der Kirchenpflege stellte ein Video vor, in dem die jungen Jugendgruppe-Menschen von vielen frohen Momenten, von gelungenen Auftritten und Exkursionen erzählten. Pfarrerin Beate Jaeschke wandte sich zunächst an Melanie Zöllner, die als Pfarrfrau grossen Anteil beim Schaffen von kirchlicher Heimat gehabt habe. Eigentlich habe sie sich gefreut auf die weitere Leichtigkeit in der Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen, aber nun sei es halt auch gut so…
Eine Verschönerung dieser Abschiedsfeier war Katrin Thommens gekonnter Sologesang. Sie wurde am Klavier von Andrea Gross begleitet. Zum geselligen Ausklang traf man sich zuletzt beim Corona-konformen Apéro im sommerlichen Kirchgarten.

Die Stimmung beim ganzen Abschiedsgottesdienst war speziell, selten freudig und immer wieder wehmütig, jedoch war jederzeit ein dankbarer Unterton zu hören. Um Pfarrer Marc Zöllner herum hatte das kirchliche Leben ein glaubwürdiges, einladendes Gesicht, dafür hat er grossen Dank verdient.

Bilder:
Pfarrer Marc Zöllner (links) und Pfarrerin Beate Jaeschke anlässlich des Abschiesgottesdienstes in Stein.
Vizedekan Ruszkowski segnet die Pfarrfamilie.
Geselliges Beisammensein nach dem Gottesdienst.
Fotos: Nicole Weilenmann
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