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Stein

(pas) Mit Leib und Seele war Fritz Häsler seit 1980 für die Natur und Verschönerung im Dorf Stein AG im Einsatz. Seine Präsidialzeit hat vieles geprägt und in seiner Ära wurden die meisten Dinge aufgebaut, die der Verein heute pflegt.

Als Fritz Häsler 1980 in den damaligen VVS (Verkehrs- und Verschönerungsverein Stein) eintrat, wurde er gleich in den Vorstand gewählt. In diesen Jahren als Beisitzer unter dem Präsidium von Max Benz und anschliessend 1991 – 1995 als Aktuar arbeitete Fritz Häsler unermüdlich daran, der zunehmend eingeschränkten Natur unter die Arme zu greifen: Die 30 Aren grosse Naturschutzzone «Bustelbach-Biotop» wurde aufgebaut – mit Weihern, Eidechsenburgen und einer Buschhecke, die unter Mithilfe der Bevölkerung gepflanzt wurde. Zur Vernetzung für Insekten und Vögel und weitere Tiere wurde dem Bustelbach entlang ebenfalls eine Baumhecke gepflanzt. Beide Areale ergänzen sich heute zu einer wunderschönen Naherholungszone, die von Spaziergängern, Fahrradfahrern und Hundehaltern häufig aufgesucht wird. Wer die ausserordentlich vielen Froschchöre und Vogelstimmen in diesem Gebiet beachtet, realisiert auch den Naturschutzwert dieses sog. «Lebensraummosaiks».

28 Mehlschwalbennester am Haus
Da für die Höhlenbrüter immer weniger Totholz im Wald verblieb, wurden viele Nistkästen für verschiedenste Vogelarten aufgehängt. Hier ging Fritz mit eigenem Vorbild voran und installierte an seinem Haus 28 Kunstnester für Mehlschwalben, die jedes Jahr zu vielen Bruten verhalfen. Eine in der Region wohl seltene private Leistung.
In einer Zeit, als der Begriff «Biodiversität» noch nicht populär war, setzte sich Fritz Häsler für aussterbende Vogelarten wie den Steinkauz ein, für den spezielle Niströhren in Astgabeln platziert wurden. Leider bisher ohne Erfolg. Aber dies liegt nicht an den Brutmöglichkeiten, sondern an den verlorengegangenen Lebensräumen, die erst jetzt wieder in nationalen Projekten unterstützt werden. Bei den Waldkäuzen interessierte sich Fritz stets für den Bruterfolg, den er im Frühjahr an den hochgelegenen Nistkästen eigenhändig kontrollierte.
Alarmiert durch das Verschwinden der Hochstamm-Obstbäume in der Region wurde eine Vielzahl alter Sorten durch den NVS gepflanzt. Und für verschiedenste Tierarten entstand entlang der Münchwilerstrasse eine Niederhecke zur Vernetzung – auch wieder unter Mithilfe der Bevölkerung. Zur Verschönerung im Dorfgebiet trugen neue Ruhebänke bei, der Grill am Friedensplatz wurde erneuert, Brunnen eingerichtet und der Vita Parcours modernisiert.
Wie der Einbezug der Bevölkerung zeigt, hat Fritz stets eine gute Hand für etwas gehabt, das wir heute als «Networking» bezeichnen. So baute er zum Beispiel eine positive Beziehung zu Verantwortlichen im Kanton auf, erreichte langjährige Arbeits-Kooperationen mit Novartis-Teams an deren «Tag der Partnerschaft» und motivierte die Männerriege zur Pflege des Vita Parcours. Ein EZA-Team (Ehemalige Zivilschutz-Angehörige) half später periodisch in der Landschaftspflege mit. Fritz Häsler konnte dank persönlichen Kontakten sogar Nistkästen für Turmfalken an Gebäuden des Novartis-Areals montieren lassen. Sein Herz schlug aber nicht nur für den VVS, sondern auch für den Turnverein, in dem er aktiv war. Und er konnte viele TV-Kameraden dazu begeistern, auch im VVS mitzuhelfen. So entstand eine personelle Expansion, die viele Aufbau- und Pflegearbeiten ermöglichte.

In der Präsidialzeit von 1996 bis 2007 trieb Fritz Häsler enorm viele Aufbauarbeiten voran. Arbeitseinsätze wurden von ihm geplant und geleitet und man erinnert sich gerne an den jeweiligen Start mit einem «Witz vom Fritz» und an Trinksprüche in den Arbeits-Aufgeboten und auf Getränkelisten der geselligen Anlässe. Er war auch immer wieder allein im Gelände anzutreffen und hat sehr viel Arbeit geleistet, unter anderem mit Motorgeräten, die nur von wenigen Mitgliedern bedient werden konnten. Weitere Biotope in der Seematt und beim Kraftwerk («in der Nase») wurden aufgebaut, zusätzliche Hochstammbäume gepflanzt, Fahnenmasten gesetzt, der Grillplatz am Hochzonen-Reservoir eingerichtet etc. etc.
Wegen dem zunehmenden Übergewicht der Naturschutzarbeiten wurde der Verein 2005 zum «Naturschutz- und Verschönerungsverein Stein (NVS)» umbenannt (www.nvs-stein.ch). 2007 feierte man das 100-Jahre-Jubiläum mit einem grossen Fest und der Einweihung eines neu aufgestellten Biotop- und Heckenlehrpfades, der auch heute noch Interesse bei Wanderern weckt. In historische Nachforschungen hat Fritz massiv viel Zeit investiert, was wesentlich zu der informativen Jubiläumsschrift 2007 beitrug (zu beziehen beim NVS).

Ab 2008 Ehrenpräsident
2008 trat Fritz Häsler vom Präsidium zurück, blieb aber weiterhin Einsatzleiter und wurde mit dem Titel Ehrenpräsident geehrt. Als 2013 die kantonale Planung für die Bustelbach-Renaturierung vorlag, hielt Fritz Häsler an der Gemeindeversammlung eine flammende Rede zur Rettung der vielen gefährdeten Pflanzen- und Tierarten und der Baukredit wurde daraufhin einstimmig genehmigt. Wie gut sich das Projekt bewährte, ist zurzeit im Gebiet «Bifang» am Bustelbach und der angrenzenden Wiese zu beobachten.
Seit seinem Rücktritt aus dem Vorstand 2015 hat Fritz Häsler den Verein als Berater und in Arbeitseinsätzen weiter unterstützt. Auch seine Ehefrau Afra hat über viele Jahre durch aktive Mithilfe bei Anlässen und als «Znünifee» an Arbeitseinsätzen sehr viel beigetragen.
Der NVS ist Fritz Häsler enorm dankbar für seine vielseitigen und hervorragenden Leistungen. Er war für den Verein all die Jahre Motivator, Wegweiser und Lokomotive. Der Verein wünscht ihm und seiner Frau Afra für die kommenden Lebensjahre eine exzellente Gesundheit und viel Freude an Familie, Freizeit und Natur.
Infos zum Verein: www.nvs-stein.ch

Bilder: Fritz Häsler und seine vielen Einsätze für die Natur. Fotos: zVg

 

 

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