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Mumpf

(dr) Anlässlich des Fischessens der Pontoniere Mumpf fand am Rheinufer ein ökumenischer Gottesdienst statt. «Lass dich erfrischen!», hiess das Motto, das sich durch den speziellen Anlass zog.

Vernehmliches Glockengeläut aus dem Turm der Mumpfer Kirche rief zum traditionellen Fischessen-Gottesdienst ins nebenan aufgebaute Festzelt. Während die Sonne wohlwollend ins Fricktal schaute, schickte der Gutwetterwind Grüsse aus Richtung Säckingen und Vater Rhein bot selbstbewusst die Kulisse zum etwas anderen Gottesdienst. Beate Jaeschke, Pfarrerin der reformierten Kirchgemeinde Stein und Umgebung, begrüsste eine vielköpfige Festgemeinde. Aus Psalm 104 wählte sie Worte über die Leben spendenden Eigenschaften des Wassers, die der Schöpfer uns Erdenbürgern zugutekommen lässt. Irene Graf-Minich, röm.-kath. Theologin, zitierte Jesus, der die Menschen zum Glauben aufrief, indem er sagte: «Wenn jemand dürstet, komme er zu mir und trinke!»

Eine private Feriengeschichte aus der Familie Jaeschke handelte von durstigen Menschen, die im Auto ausharren, bis endlich ein Rastplatz die Erlösung bringt. Von Erfahrungen mit Durststrecken sprach auch der christkatholische Pfarrer Simon Huber. Er habe jeweils auf Gebirgstouren sehnsüchtig nach der fernen Hütte geblickt, weil dort eine Erfrischung auf die erschöpften Alpinisten wartete. Laut Graf-Minich hätten wir allen Grund zu festen, weil in unserem Land genug Wasser vorhanden sei. «Lassen wir uns erfrischen!», rief sie aus und nahm gleich einen Schluck aus dem bereitgestellten Wasserglas, während an die Gottesdienstbesucher Erfrischungstüchlein ausgeteilt wurden. Mit der Erinnerung an einen Wasserhahn auf einem Hügel in Israel illustrierte sie ihre Erfahrung mit dankbaren Menschen, die einst mit ihr in dem trockenen Land unterwegs waren. In den Fürbitten ging es im übertragenen Sinn auch um Durststrecken: Man bat Gott um Hilfe bei der Stillung unseres Durstes nach Liebe, nach Freude und Akzeptanz. Gott möge für Wasser sorgen, wenn Menschenseelen durstig seien, und uns helfen, füreinander Heimat zu sein.

Am Ende des Gottesdienstes empfingen die Mumpfer Pontoniere den Dank für das Gastrecht, das sie den drei Kirchen gewährten. Die frische Rheinbrise war dabei bereits leicht gewürzt mit dem verheissungsvollen Duft, der für ein Fischessen typisch ist. Es fiel daher niemandem schwer, an die anschliessende Mahlzeit zu denken. Für die Festgemeinde bedeutete das folgende Zusammensitzen eine willkommene Verlängerung des Gottesdienstes, erkennbar an vielen guten Gesprächen unter erfrischten Menschen, die füreinander Heimat waren.
Foto: Andrea Berger

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