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Möhlin

Der Bundesfeiertag in Möhlin ist ein Familientag – mit Spiel, Spass und Unterhaltung für Gross und Klein. Foto: Jörg Wägli

Der Bundesfeiertag in Möhlin ist ein Familientag. Grossund Klein kamen voll und ganz auf ihre Kosten, bei Spiel und Spass, musikalischer Unterhaltung, Gemeindeapéro und Festwirtschaft. Die Festrede hielt Gemeindeammann Markus Fäs.

JÖRG WÄGLI

Bereits um 15 Uhr startete das Familienprogramm mit dem FAZ Familienzentrum. Auf der Allmend war ein grosser Spielplatz mit Unterhaltung für Kinder und Jugendliche vorbereitet. Auch Laternli für den nächtlichen Lampionumzug konnten vor Ort gebastelt werden.
Nach dem Gemeindeapéro ab 17 Uhr fand um 18.15 Uhr der offizielle Teil der Feier statt. «Als Gemeindeammann im ersten Amtsjahr habe ich mir die Freiheit genommen, selbst die Festrede zu halten», sagte Gemeindeammann Markus Fäs bei der Begrüssung der sehr zahlreich aufmarschierten Gäste. Wieso gilt der 1. August 1291 als der Geburtstag der Schweiz? Dieser Frage ging Fäs nach. Mit dem Ergebnis, dass das Datum alles andere als in Stein gemeisselt ist und wohl mehr der Willkür findiger Berner zuzuschreiben ist, welche 1891 (erst damals wurde das Datum festgelegt) das 700-jährige Bestehen der Stadt feiern konnten und «ihr Datum» mit einem weiteren wichtigen Datum der Schweizer Geschichte verbinden wollten.

Gemeindeammann Markus Fäs. Foto: Jörg WägliNachdem diese Frage geklärt war, warf Fäs einen Blick in die «Geburtsurkunde», den Bundesbrief von 1291, welcher aus 15, zum Teil recht langen Sätzen bestehe. Oftmals werde jedoch nur einer zitiert, jener, der «fremde Richter» ablehnt. Dabei habe der Brief interessante und schöne Einblicke in die Beziehungen der drei Urkantone zueinander zu bieten, so der Redner. Damals sei gegenseitige Hilfe offenbar nicht selbstverständlich gewesen, vor allen dann nicht, wenn sie gratis zu erbringen war. «Die Regelung von genau diesen Dingen macht den Kern des Bundesbriefes aus», sagte Fäs. Zusammenfasst laufe der Inhalt darauf hinaus, dass, wenn alle zusammenstehen, einander helfen und auch einmal Opfer bringen zugunsten des Ganzen, es am Schluss allen gut gehe. Jede Gemeinde helfe der anderen mit Rat und Tat und auf eigene Kosten bei Übergriffen, bei der Sanktionierung von Vergehen und Verbrechen. Bei Meinungsverschiedenheiten sollen die «Einsichtigsten» schlichten. Und generell werde daran erinnert, dass jeder seinem Richter zu gehorchen habe. «Ihr spürt, worauf es hinausläuft», sagte Fäs: «Wenn alle zusammenstehen, einander helfen und auch einmal ein Opfer zugunsten des Ganzen erbringen, dann geht es am Schluss allen gut. Wenn im Gegenteil jeder die Halten vertritt: «Geht mich nichts an!» oder sogar «Es ist eigentlich nicht richtig so, aber für mich doch ganz gäbig!», dann ist das am Schluss ein Nachteil für alle.» Auch heute, so der Gemeindeammann weiter, werde von vielen Einzelpersonen, Gemeinschaften und Gruppierungen das eigene, persönliche Wohl über alles andere gestellt. «Seid euch bewusst, dass das keine schweizerische Tugend ist», mahnte Fäs, «und dass gerade das im Bundesbrief von 1291 kritisiert wird.» Als Fazit aus seinen Ausführungen zog der Redner, dass wir nicht eine Nation sind, weil wir geografisch, sprachlich, konfessionell oder mentalitätsmässig einheitlich, homogen sind. «Wir sind eine Nation, weil wir zusammen eine sein wollen, weil uns Mannigfaltigkeit und die Vielfalt wichtig sind, und wir sind bereit, uns dafür auch zusammenzuraufen und nicht den faulen Kompromiss, sondern den Konsens zu suchen. Und darauf dürfen wir stolz sein!»

Musikalische Unterhaltung durch die MG Möhlin. Foto: Jörg WägliAuf dem grossen Festplatz auf der Allmend sorgte der FC Möhlin Riburg/Acli für das leibliche Wohl der Festbesucher. Ebenfalls mit dabei waren die Musikgesellschaft Möhlin, das Sunnebärgchörli Möhlin sowie die Tambouren FZR Möhlin, welche für die musikalische Unterhaltung an diesem vollauf gelungenen Anlass besorgt waren.

Bilder
Erstes Bild: Der Bundesfeiertag in Möhlin ist ein Familientag – mit Spiel, Spass und Unterhaltung für Gross und Klein. Foto: Jörg Wägli
Zweites Bild: Gemeindeammann Markus Fäs. Foto: Jörg Wägli
Drittes Bild: Musikalische Unterhaltung durch die MG Möhlin. Foto: Jörg Wägli
 
Die Festrede zum 1. August von Markus Fäs, Gemeindeammann von Möhlin, im Wortlaut
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