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Möhlin

Erste Dreschmaschine der landwirtschaftlichen Genossenschaft ca. 1925. Foto: zVg

(eing.) Was heute von grossen Landmaschinen erledigt wird, war früher anstrengende Handarbeit. 

Jeden Sommer, wenn das Korn auf den Feldern hoch stand, wurde dieses mit der Sense von den Bauern und Gehilfen von Hand geschnitten, zu Garben gebunden und zum Trocknen auf den Feldern hingestellt. Wenn die Garben genug trocken waren, wurden diese auf den Karren geladen, zu den Höfen gefahren und in den Speichern gelagert – bis es im Winter dann von Hand gedroschen wurde. Egal ob mit dem Dröschschlegel oder dem Flegel – wichtig war eigens, die trockene Frucht aus den Ähren oder den Hülsen zu lösen. Dieser Arbeitsvorgang geschah in der Regel auf dem Dreschplatz oder auf der Tenne eines Bauernhauses. Nach dem Dröschen musst das meist übrig gebliebene Gemisch aus Stroh, Früchten und Staub dann noch gereinigt werden. Dies geschah mit einem Rendel oder Sieb. Durch die Windbewegung beim Sieben konnte das Stroh und der Staub so «wegepustet» werden – übrig blieb das Korn, welches anschliessend zur Mühle gebracht wurde. Das Endergebnis: kostbares Mehl.
Am Sonntag, 19. September, von 14 bis 16 Uhr lädt der Museumsverein Möhlin nun ganz herzlich ein, dem Ryburger Club über die Schulter zu schauen, wenn gezeigt wird, wie in vergangenen Zeiten erfolgreich gedröscht wurde.
Für die Kinder gibt es wiederum ein passendes Kreativprogramm (basteln von Heutierli) und fürs leibliche Wohl sorgen wie immer feiner Kaffee und Kuchen.
Der Museumsverein Möhlin bzw. das Dorfmuseum im Melihus freuen sich auf zahlreiche Besuchende.

Bild: Erste Dreschmaschine der landwirtschaftlichen Genossenschaft ca. 1925. Foto: zVg

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