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Magden

(mve) Der Gemeinderat Magden blickt realistisch in die Zukunft. «Die Luft wird dünner», hält Gemeindeammann André Schreyer bezüglich der Finanzsituation fest. Zwar stehe die Gemeinde Magden finanziell immer noch gut da. Damit dies aber auch so bleibe, müsse auf Investitionen, die nicht unbedingt nötig seien, verzichtet werden.

Sind die fetten Jahre vorbei? «Wir jammern auf hohem Niveau», so Gemeindeammann André Schreyer. Aber die Entwicklung zeige, dass wir uns künftig gut überlegen müssen, wo und wie wir investieren.
Als Grund nennt er nicht zuletzt den Finanz- und Lastenausgleich. Dieser beschere der Gemeinde massive Mehrkosten. Die Nettomehrbelastung betrage im Budget 2020 gegenüber dem Budget 2019 rund 188 000 Franken. Und auch in den nächsten zwei Jahren müsse man mit einer Mehrbelastung von jährlich rund 90 000 Franken rechnen. Er fährt fort: «Das Umfeld ist massiv schärfer geworden. Möchte die Gemeinde ihren Steuerfuss von 95 Prozent halten, müssen wir die Kosten möglichst moderat halten.»

Dies zeigt sich bereits an der kommenden Wintergemeindeversammlung vom 29. November. Beim Traktandum «Schwimmbad Schibelacher» komme man zwar nicht umhin, die Technik zu erneuern – auf den Neubau eines Kinderbeckens müsse aber verzichtet werden. Handlungsbedarf bestehe bei der Badewasseraufbereitung und der Lagerung der Chemikalien. Insbesondere die Filterpumpen, Filteranlage, Chemikaliendosierung und die Steuerung genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr. Kostenschätzung: rund 750 000 Franken. Hierzu beantragt der Gemeinderat die Genehmigung eines Planungskredits (Planung und Projektierung) in Höhe von 50 000 Franken.

Weiter ist beim geplanten neuen Bauamt, das auf dem heutigen Werkhofareal entstehen soll, die günstigere Variante angedacht. Zwei Varianten wurden in einer Machbarkeitsstudie überprüft: Zum einen die Umnutzung des bestehenden Forstwerkhofs plus Ergänzungsneubau, zum anderen der Abbruch des Forstwerkhofs und Bau eines Neubaus. Die Prüfung habe gezeigt, dass beiden Varianten möglich seien. «Da das bestehende Gebäude in einem guten Zustand ist, haben wir uns für die günstigere Variante entschieden», so Schreyer. Hierfür wird ein Planungskredit von 200 000 Franken traktandiert.

Ein weiteres Traktandum ist die Genehmigung über eine Verpflichtungskredit von 682 000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung und Strasseninstandhaltung «Im Hofacker». Im Strassenabschnitt, welcher instand gestellt werden soll, kam es in jüngerer Vergangenheit immer wieder zu Wasserleitungsbrüchen. «Leider war die Lebenserwartung der 1972 erstellten Wasserleitung nicht so hoch, wie damals angepriesen», informierte Vizeammann Rudolf Hertrich. Der säuerliche Untergrund greife die Gussrohre an. Diese sollen nun durch Kunststoffrohre oder Leitungen mit einer Zink-Ummantelung ersetzt werden. Im Zuge dieser Baumassnahme soll auch die Strasse, die sich in einem schlechten Zustand befindet, saniert werden.

Die Gemeindeversammlung findet am Freitag, 29. November, um 20 Uhr im Gemeindesaal statt.

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