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Rheinfelden

Heizzentrale des AEW-Wärmeverbunds Rheinfelden Rüchi mit PV-Anlage. Foto: Dominik Golob

(aew) Die AEW Energie AG konnte im Geschäftsjahr 2021 trotz anhaltenden Einschränkungen durch die Pandemie ein solides Resultat erzielen. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) erreichte 25,7 Mio. Franken (Vorjahr 57 Mio.), die EBIT-Marge lag mit 5,5 % unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr 13,5 %). Das Unternehmensergebnis belief sich auf 44,4 Mio. Franken (Vorjahr 68 Mio.). Die AEW investierte 69,3 Mio. Franken (Vorjahr 107,7 Mio.) in Sach- und immaterielle Anlagen.

Hoher Strombeschaffungsaufwand belastet Unternehmensergebnis
Das operative Ergebnis (EBIT) war insbesondere durch die lange Revision im Kernkraftwerk Leibstadt belastet und lag mit 25,7 Mio. Franken (Vorjahr 57 Mio.) unter dem Vorjahr. Durch den längeren Ausfall des KKW Leibstadt und die unterdurchschnittliche Wasserführung in den Wasserkraftwerken musste mehr Ersatzenergie beschafft werden, was bei gleichzeitig hohen Marktpreisen das Unternehmensergebnis belastet. Das Finanzergebnis trägt mit 23,2 Mio. Franken (Vorjahr 21,3 Mio.) wesentlich zum guten Unternehmensergebnis bei. Der hauptsächliche Beitrag resultiert aus der Axpo Dividende (11,2 Mio.) und der Entwicklung des Wertschriftendepots.

Der Netzabsatz ist im Kalenderjahr 2021 auf 4 400 Mio. kWh gestiegen (Vorjahr 4 211 Mio. kWh). Die Versorgungsqualität konnte weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten werden. Die Kunden blieben im Durchschnitt knapp 12 Minuten pro Jahr ohne Strom infolge Störung oder geplanter Ausschaltung. Der durchschnittliche Vergleichswert der Schweiz (2020) lag bei 21 Minuten. «Die Wichtig- und Dringlichkeit der Versorgungssicherheit ist in der Öffentlichkeit angekommen», so Dr. Raffael Schubiger, Präsident des Verwaltungsrats. «Die Versorgungssicherheit kann aus unserer Sicht nur gemeinsam gelöst werden, wenn Bund, Kantone, Gemeinden, Politik, Umweltverbände, ElCom und natürlich Stromversorgungsunternehmen zusammenspannen. Die AEW fokussiert hierzu vor allem auf hohe Investitionen ins Netz. Zudem bauen wir unsere Anteile in hiesige Produktionsanlagen für erneuerbare Energien kontinuierlich aus, sei es Wasserkraft, Photovoltaik oder Windkraft. Ein aktuelles Highlight ist der Anteilserwerb am Wasserkraftwerk Ryburg-Schwörstadt am Rhein, das uns nochmals 170 Gigawattstunden an erneuerbarer Energie pro Jahr
liefert,» so Dr. Raffael Schubiger weiter.

Innovation und Digitalisierung essenziell
Trotz der besonderen Umstände konnte ein Investitionsvolumen von 69,3 Mio. Franken (Vorjahr 107,7 Mio.) in Sach- und immaterielle Anlagen realisiert werden. Darunter fallen auch die Investitionen in die Netzinfrastruktur, in Wärmeprojekte und die Erneuerung sowie die Instandhaltung in den 80 von der AEW betriebenen Ortsnetzen von rund 40 Mio. Franken.
Fachleute der vier AEW Regional-Center in Bremgarten, Lenzburg, Rheinfelden und Turgi planen und realisieren den Grossteil dieser Investitionen in die Ortsnetze, unter Einbezug von regionalen Ausführungspartnern. Ein wichtiger Meilenstein war zudem die Einführung von SAP S/4HANA per 1. Januar 2022, das die Basis für weitere Digitalisierungsprojekte legte. Ein weiteres Highlight war die Beteiligung am Start-up Virtual Global Trading AG aus Aarau.

Erneuerbare Energien, E-Mobilität und smarte Lösungen bleiben im Fokus
Trotz steigenden Komponentenpreisen und Lieferengpässen konnte ein Rekordzubau bei den AEW eigenen PV-Anlagen realisiert werden. 15 Solarstrom-Anlagen mit einer Gesamtspitzenleistung von 4,9 Megawatt (MWp) wurden in Betrieb genommen. Die Aussichten für das Jahr 2022 sind weiterhin sehr positiv: Projekte mit über 5,6 Megawatt Spitzenleistung befinden sich in Bau oder in Planung.

Die E-Mobilität ist weiter auf dem Vormarsch. 2021 konnte die AEW ihren Stromabsatz an den öffentlichen Ladestationen mehr als verdoppeln. Auch Contracting-Lösungen für Mehrfamilienhäuser blieben bei Eigentümern und Mietern sehr gefragt. Mit dem Mietangebot für die Ladestation übernimmt die AEW die Planung, die Investition sowie die Installation inklusive Lademanagement. Die Abrechnung erfolgt über eine App.
Die 2018 lancierte Energielösung AEW myHome für Wohnliegenschaften ermöglicht Eigenheim-Besitzern, ihre eigene Erzeugung, Speicherung und Bedarfssteuerung von Wärme und Strom zu realisieren. Im Berichtsjahr konnte die Anzahl AEW myHome Kunden um 85 % gesteigert werden. Seit dem 1. März 2021 profitieren Eigenheimbesitzer zusätzlich von Förderprogrammen des Kantons Aargau.

Kontinuerlich verbesserte Nachhaltigkeit
Schon seit einiger Zeit führt die AEW ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 – und bis ins Jahr 2040 will die AEW klimaneutral sein. «Die AEW hat aktuell einen CO2-Fussabdruck von 12 100 Tonnen CO2-Äquivalenten. Wir gehen davon aus, dass wir den Fussabdruck innerhalb der nächsten drei Jahre halbieren,» so Dr. Hubert Zimmermann, CEO. Einen wichtigen indirekten Beitrag leisten auch die AEW Wärmeverbunde. Aufgrund der zunehmenden Verdichtung und Zusammenschlüsse von Verbunden ging die Anzahl der Anlagen etwas zurück (aktuell 76, Vorjahr 80). Die CO2-Einsparung der Wärmeanlagen beläuft sich auf jährlich mehr als 50 000 Tonnen.

Bedeutende Leistungen an öffentliche Hand und Aktionär
Die direkten Leistungen an die öffentliche Hand (Kanton und Gemeinden im Aargau) in Form von Dividenden, Steuern, Konzessions-, Wasserrechtsentschädigungen sowie Holz und Gebühren belaufen sich auf 47,3 Mio. Franken (Vorjahr 69,4 Mio.). Der Generalversammlung wird eine Dividendenausschüttung von 21,4 Mio. Framlem (Vorjahr 27,8 Mio.) beantragt.

Bild: Heizzentrale des AEW-Wärmeverbunds Rheinfelden Rüchi mit PV-Anlage. Foto: Dominik Golob
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