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Rheinfelden

So soll die Dreifachturnhalle aussehen, wenn sie Ende 2022 übergeben wird. Grafik: zVg

(jk) Zwei Wochen früher als geplant erfolgte am Montag der Spatenstich für die neue Dreifachturnhalle in der Schulanlage Engerfeld. Ende kommenden Jahres soll das Projekt, in das die Stadt Rheinfelden etwa 16 Millionen Franken investiert, vollendet sein. Damit wird die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage – insgesamt 50 Millionen Franken fliessen in das Gesamtprojekt – abgeschlossen sein, wie Stadtammann Franco Mazzi während des Anlasses erklärte. Insgesamt investiere Rheinfelden innerhalb von zehn Jahren sogar 150 Millionen Franken in seine Infrastruktur, machte Mazzi deutlich, was für eine Mammutaufgabe sich die Stadt selbst gestellt habe.

«Dies ist mit Sicherheit die schönste Aufgabe in meiner Karriere als Stadtrat», erklärte Hans Gloor, der das Projekt von Anfang an begleitete. Im Herbst wird Gloor nicht mehr für einen Sitz im Gremium kandidieren. «Dies ist ein grosses Projekt, das im kleinen Kreis gefeiert wird», so Gloor in seiner kurzen Ansprache. Und auch wenn der kleine Kreis diesmal vor allem den Corona-Auflagen geschuldet war, sei es doch eigentlich typisch für Rheinfelden, so Gloor. Er sei überzeugt, dass sich die Stadt mit dem Entwurf, den das Architektenteam um Jann Stoos entwickelt und damit auch den Architekturwettbewerb für das Projekt gewonnen hatte, für den besten Vorschlag entschieden habe. Bemerkenswert sei dabei auch, dass in dieser Planung der Bau einer Tiefgarage vorgesehen ist. Diese war bei der Ausschreibung zwar nicht als Teil des Projekts vorgegeben, habe im Entwurf des Architektenteams aber dennoch überzeugt. Gloor sieht den Bau der Dreifachturnhalle als ein Projekt, dass nicht nur den Schulen zugutekomme, sondern auch einen Schub für die Rheinfelder Sportvereine sein könne. «Die Verhältnisse in Rheinfelden sind doch sehr beengt, die neue Halle ist eine Steilvorlage für die Vereine, ihre Angebote auszubauen», ist Hans Gloor überzeugt.

Ein Projekt, das die Leidenschaft der Planer geweckt hat
Für Architekt Jan Stoos war es am Montag «eine Freude, mit dem Spatenstich einen Meilenstein für das Projekt zu setzen». Es sei für das gesamte Planungsteam ein Projekt, das mit viel Leidenschaft verfolgt worden sei. Der Name Engerfeld habe ja schon vorgegeben, dass die Verhältnisse vor Ort nicht weit, sondern eng seien, so Stoos mit einem Augenzwinkern. So habe das Team sorgfältig abwägen müssen, wie es sich der Umsetzung des Projekts nähern sollte. Dabei sei es neben der Kostenkalkulation und der Zweckmässigkeit eines solchen Projekts auch auf die städtebaulichen Aspekte angekommen. Bei der bereits bestehenden Sporthalle sei ein Geschoss im Boden versenkt, so habe man dieses Konzept auch für die neue Halle übernommen, erläuterte Stoos den Anwesenden die Vorgehensweise seines Teams. Da wegen der neuen Halle auch der Parkplatz vor dem Allwetter-Sportfeld wegfalle – dieses wird nach Fertigstellung der Halle auch noch saniert – habe man ausserdem eine Tiefgarage in die Planung aufgenommen, um Ersatz für die wegfallenden Parkplätze zu schaffen, griff der Architekt die von Hans Gloor angesprochene Lösung mit der eigentlich nicht geforderten Tiefgarage auf.

Neun Männer an die Schaufel: Stadtammann Franco Mazzi (zweiter von links) und die anderen Verantwortlichen für den Bau der Dreifachturnhalle im Engerfeld. Foto: Jörn Kerckhoff  So sollEine moderne Kombination aus Recyclingbeton und Holz
«Für den Bau des Betonkorpus werden wir Recyclingbeton verwenden, um auch dem ökologischen Gedanken Rechnung zu tragen», hob Stoos hervor. Die Dachkonstruktion werde aus Holz gefertigt und biete die Möglichkeit der Begrünung. «Ich bin absolut überzeugt davon, dass das Engerfeld und die Stadt Rheinfelden mit dieser Halle einen Mehrwert erhalten», so Jann Stoos selbstbewusst.
Auch Projektleiter Stefan Eckert von der Firma Gross AG aus Brugg stellte in seiner Ansprache fest: «Es ist nicht die günstigste Variante, aber die mit dem höchsten Mehrwert für die Stadt.» Besonders erfreut zeigte sich Eckert darüber, dass die Baugenehmigung bereits im Februar erteilt wurde – zwei Wochen früher als erwartet. So habe nun auch der Spatenstich zwei Wochen vor dem eigentlichen Termin stattfinden können, der Zeitplan sei damit bis jetzt also übererfüllt. Bis zum Juli sollen die Aushubarbeiten abgeschlossen sein, bis Weihnachten soll der Baukörper mit dem fertigen Dach stehen. Einige Gewerke seien bereits an Firmen vergeben, weitere befänden sich in der Ausschreibung, so Eckert zum Stand der Dinge. Ende 2022 soll die neue Dreifachturnhalle dann übergeben werden. Genutzt wird die Halle künftig wohl von etwa 750 Schülern der Kreisschule, 300 der Berufsschule, 100 der kantonalen Berufsbildung sowie 150 von der Berufsfachschule Gesundheit und Soziales. Dazu sollen dann noch die Rheinfelder Vereine kommen, wenn es nach den Wünschen der Rheinfelder Stadtregierung geht.

Bilder: Neun Männer an die Schaufel: Stadtammann Franco Mazzi (zweiter von links) und die anderen Verantwortlichen für den Bau der Dreifachturnhalle im Engerfeld. Foto: Jörn Kerckhoff

So soll die Dreifachturnhalle aussehen, wenn sie Ende 2022 übergeben wird. Grafik: zVg

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