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Rheinfelden

(jh) 2020 konnte bekanntlich aufgrund des ersten Lockdowns keine Synodesession durchgeführt werden. Die statutarischen Geschäfte wurden im Herbst 2020 mittels einer brieflichen Abstimmung erledigt. In diesem Jahr entschloss sich der Kirchenrat – basierend auf der kantonalen Möglichkeit politische Versammlungen mit einem entsprechenden Corona-Konzept durchzuführen – eine Synode in der klassischen Form zu organisieren.

Aufgrund der raschen und engagierten Organisation – der Dank geht insbesondere an das Kirchenratsmitglied Maria Kym (Finanzverwaltung) – konnte die diesjährige Session wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden. Es war ein wohltuendes Erlebnis, sind doch reale Begegnungen seit einem Jahr schmerzlich vermisst worden. Das Seminarzentrum Zaraz in Rheinfelden eignete sich sehr gut, um alle Covid-Bestimmungen einzuhalten, die mit einem Merkblatt in der Einladung klar kommuniziert worden waren.

Synodepräsidentin Renate Freiermuth begrüsste alle Delegierten und eröffnete um 9.30 Uhr die Session mit dem Wunsch auf gutes Gelingen. Mit 27 anwesenden Delegierten war die Synode um eine Stimme über den statutarisch geforderten 2/3 aller Mitglieder beschlussfähig. Bischof Harald Rein überbrachte die Grüsse des Bistums und richtete ein paar stärkende geistliche Worte an die Anwesenden im Sinne des Kolosserbriefs (3/12): Die Krise zeige wie unberechenbar das Leben sei; dem sei mit Demut, Sanftmut und Langmut zu begegnen, dies helfe die widrigen Verhältnisse anzuerkennen und anzunehmen, die Welt und die Schöpfung seien nun mal wie sie sind.
Gäste waren aufgrund der Corona-Einschränkungen keine eingeladen. Die Präsidentin des Synodalrats der Nationalkirche, Manuela Petraglio, liess sich entschuldigen.

Anlässlich der 146. Session der aargauischen Kantonalsynode vom 27. März stimmte die Versammlung allen Geschäften zu. Unter anderem wurden fast einstimmig genehmigt: Die Erneuerung der IT-Anlage im Gemeindeverband Fricktal für 6285 Franken, die Restaurierungsarbeiten für die Kapelle St. Fridolin in Möhlin für 14'000 Franken und die Erneuerungen der Stühle, Audio- und Videoanlage im Mehrzweckraum in den Kirchgemeinderäumen der KG Möhlin für 14’000 Franken. Aufgrund von Mindereinnahmen schliesst die geprüfte Jahresrechnung 2020 mit einem Verlust von 33'087 Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von 61‘288 Franken. Der geringere Verlust ist bedingt durch fehlende Pfarrstellenbesetzung im Fricktal und Projekte die, aufgrund der aktuellen Situation, in den Bereichen Jugendarbeit, Gemeindebetreuung und ökumenischen Belangen nicht durchgeführt werden konnten.

Das Budget 2021 wurde mit einem Verlust von 58‘345 Franken veranschlagt. Dies resultiert aus Mindererträgen durch sinkende Beiträge der Kirchgemeinden. Die kurzfristig angesetzte Budgeterhöhung für 2021 von 6000 Franken für die Beschaffung und Implementierung einer neuen und einheitlichen Softwarelösung für die Mitgliederverwaltung aller christkatholischen Kirchgemeinden des Kantons wurde genehmigt. Die Jahresabrechnung 2020 und das Budget 2021 wurden durch die Versammlung einstimmig genehmigt. Die Finanzpläne wurden informell zur Kenntnis genommen.
Die Präsentation und fachkundige Erledigung der Finanzen durch Kirchenratsmitglied Maria Kym wurde von der Versammlung mit grossem Applaus verdankt. Die Session wurde kurz vor Mittag beendet und die Delegierten durften sich mit einem süssen Abschiedsgeschenk und einer Lunchbox auf den Heimweg begeben.
Die nächste Session der Kantonalsynode findet am 9. April 2022 in der Kirchgemeinde Magden-Olsberg statt. Fotos: zVg

 

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