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Rheinfelden

(pd) Zum internationalen Tag der Feuchtgebiete am 2. Februar fordert die glp Rheinfelden mehr Pflege und Schutz der entsprechenden lokalen Gebiete, wie die Partei mitteilt.

Am 2. Februar 2021 wird der internationale Tag der Feuchtgebiete begangen. Feuchtgebiete sind wichtige Elemente in einem funktionierenden Naturgefüge; sie dienen nicht nur als Wasserspeicher, sondern haben eine grosse Bedeutung für die Biodiversität. Sie sind ein unverzichtbarer Lebensraum für Amphibien, Wasser- und Watvögel und einer Vielzahl von spezialisierten Insekten und Pflanzen.

"Rheinfelden verfügt über mehrere, wenn auch nur noch kleine Feuchtgebiete. Die zwei wichtigsten sind die Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung Judenweiher und Fröschweiher. Aber auch die Ängi zwischen Rheinfelden und Magden, die Lehmgrube Berg oder das Wasserloch am Rosshimmelweg sind von Bedeutung. Flurnamen wie Wasserloch, Schiffacker, Quellenmatte, Weiherfeld und Augarten entlang der Autobahn zeigen eindrücklich, wie bis vor wenigen Jahrzehnten unsere Gegend noch mit Feuchtgebieten durchzogen war. Verglichen mit den ursprünglich ausgedehnten Auenwäldern und Feuchtwiesenbiotopen sind nur noch kümmerliche Reste übriggeblieben. Dass deshalb viele Arten in unserer Gegend ausgestorben oder vom Aussterben bedroht sind, ist eine tragische Folge davon", schreibt die glp der Stadt Rheinfelden.

Umso wichtiger sei es, jetzt diese kleinen Refugien im Sinne der Biodiversität zu schützen, bestmöglich zu pflegen und wenn möglich zu vergrössern. "Dies wäre nicht nur ein Gewinn für die Natur, sondern auch eine Bereicherung für die Bevölkerung von Rheinfelden, da intakte und natürliche Naherholungsgebiete erheblich zur Lebensqualität beitragen", so die glp.

"Die wichtige Aufgabe des Artenschutzes und der Biodiversitätsförderung wurde in Rheinfelden stark vernachlässigt. Ausserdem sind seit mindestens 15 Jahren keine neuen Schutzgebiete entstanden und bestehende Schutzgebiete wurden durch Bauten in ihrer Funktion beeinträchtigt und haben an Fläche verloren. Sogar der Unterhalt der Laichgebiete von nationaler Bedeutung wird entgegen der gesetzlichen Pflicht nicht erfüllt. Zurzeit wird die Pflege der kleinen Schutzgebiete dem ortsansässigen Naturschutzverein (NVR) überlassen, der sich nach Kräften bemüht", heisst es in der Mitteilung der glp.

"Im aktuellen Gemeindebudget ist für Natur- und Landschaftsschutz nur 70'000 CHF vorgesehen. Dies entspricht knapp 0,1% des Gesamtbudgets der Gemeinde und ist bei weitem nicht ausreichend, um die ökologische Infrastruktur aufzubauen und zu schützen." Daher fordert die glp Rheinfelden im Hinblick auf das Budget 2022 eine deutliche Beitragserhöhung im Bereich Natur- und Landschaftsschutz, eine klare Strategie für den Erhalt der Biodiversität und flächenmässige Vergrösserung der Naturschutzgebiete, und die ökologische Infrastruktur soll gesondert und mit hoher Priorität in die laufende Revision des Raumentwicklungskonzepts (REK) bzw. der neuen Bau- und Nutzungsordnung (BNO) einfliessen.

Bild: Der Judenweiher in Rheinfelden. Foto: zVg

 

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