Ein Produkt der mobus 200px

Rheinfelden

Bei der Gemeindeversammlung am 4. Dezember in Rheinfelden geht es um viel Geld. Über Verpflichtungskredite von total rund 20 Millionen Franken hat der Stimmbürger zu entscheiden. Grösster Brocken mit fast 15 Millionen – der Bau der neuen Dreifachturnhalle im Engerfeld.
HANS CHRISTOF WAGNER


Die Schulanlage Engerfeld soll eine neue Dreifachturnhalle bekommen, auch weil die alte Halle, 1982 eröffnet, nahezu schon 30-jährig ist und bedingt durch den Zuwachs der Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) den Schülern nicht mehr genügend Raum bietet. Im Rahmen eines Gesamtleistungswettbewerbs waren 18 Entwürfe eingegangen, worunter der einer Generalunternehmung aus Brugg das Rennen machte. Allerdings wird das Siegerprojekt in der erst im Oktober präsentierten Form nicht gebaut werden, sagt Stadtammann Franco Mazzi. Denn es sah eine Tiefgarage für die Autos der Lehrpersonen und der Besucher vor. Doch jetzt wird doch erst einmal oberirdisch geparkt.

 Hintergrund sind Überlegungen, in nahegelegenen Schiffacker-Areal ebenfalls die Parksituation neu zu gestalten. Bis geregelt sei, was dort gebaut werde und zu welcher Zeit, komme im Engerfeld nur eine provisorische Lösung in Betracht. Wobei die Abklärung «auch bis zu zehn Jahre dauern» könne, wie Mazzi betont. Der Bau einer Tiefgarage auf dem Schulgelände sei aber auch dann noch möglich. Das Ja der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember zum Kredit in Höhe von 14,66 Millionen Franken vorausgesetzt, könnten die Bauarbeiten im März 2021 starten und würden dann bis Ende 2022 dauern. Sie werden bei laufendem Schulbetrieb ausgeführt.

 

Ende der Rumpelstrasse
Ebenfalls bei laufendem Betrieb wird die Riburgerstrasse bis zu den SBB-Geleisen saniert werden. Bei laufendem Betrieb weil die dort angesiedelten Blaulichtorganisationen wie Spital, Repol und Spitex weiter anfahrbar bleiben müssen. Mit 4,5 Millionen Franken rechnet die Stadt für die Strassenarbeiten, plus noch einmal eine halbe Million für die Erneuerung der Kanalisation. Wenn 2020 gestartet werden könnte, wäre das Projekt 2021 fertig. Dann hätte es mit der «Rumpelpiste» (Mazzi) ein Ende. Mit rund einer Million Franken ist die Erneuerung der Brücke über die Bahnlinie im Gesamtprojekt der bedeutsamste Einzelposten. Zusätzliches Geld geht für Belagssanierung, Beleuchtung und den Bau von Rad- und Fusswegen weg.

Steuerfuss von 95 Prozent bleibt
Die Rheinfelder Stimmbürger stimmen am 4. Dezember über einen dritten Verpflichtungskredit ab – 280 000 Franken für die Ausstattung der Primarschule mit digitalen Lehrerarbeitsplätzen, die es laut Mazzi an den diversen Standorten der Rheinfelder Oberstufe schon gebe.
Leisten kann sich die Stadt das alles, ohne Geld leihen zu müssen – kein Wunder bei einem Nettovermögen von rund 50 Millionen Franken. So plant der Stadtrat auch weiter mit einem Steuerfuss von 95 Prozent, was Mazzi zufolge sowohl im kantonalen Schnitt wie auch im Mittel aller Gemeinden im Bezirk Rheinfelden unterdurchschnittlich sei. Bei gleichbleibend hohen Investitionssummen in den kommenden Jahren wird die Geldreserve der Einwohnergemeinde aber bis zum Jahr 2024 aufgebraucht sein, rechnet der Stadtammann vor. «Danach werden wir weitersehen.»

Bilder: Die Riburgerstrasse ist in einem schlechten Zustand. So wird die neue Dreifachturnhalle im Innern aussehen. Fotos: Wagner/zVg

 

Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an