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Rheinfelden

(eing.) Alle Sitzgelegenheiten waren besetzt, als Béa Bieber, Präsidentin der glp Bezirk Rheinfelden, zur öffentlichen Mitgliederversammlung im Hotel Schützen begrüssen konnte.

Viele waren gekommen zum Thema «5G-Chance mit Risiken?» Jürg Wernli, Elektroningenieur, konnte für eine Referat dazu gewonnen werden. Er vermittelte sehr verständlich sein Wissen und seine reichhaltige Erfahrung zum Thema Strahlung.

Da die nächsten Jahre sowohl die neuen 5G-Antennen (adaptiv) als auch die bisherigen Antennen (Streustrahlung) im Betrieb sein werden, wird die Strahlenbelastung zunehmen. Er hielt fest, dass die Art und Weise, wie wir unsere Smartphones nutzen, uns vor einem Grossteil der Strahlung bewahren kann. «Die Strahlenbelastung beispielsweise im Zug oder an Grossveranstaltungen ist höher. Telefonieren Sie nicht mehr mit dem Handy am Ohr und benutzen Sie Kopfhörer mit Kabel, keine Bluetooth-Kopfhörer», dies sein eindringlicher Tipp. Leider hatte der Vertreter des Amtes für Umwelt in Aarau kurzfristig als Referent absagen müssen. Béa Bieber stieg für ihn in den Ring und vermittelte alle Informationen, die sie von Bund, Kanton und weiteren Fachleuten zum Thema erhalten hatte.

Der Abend gestaltete sich spannend, da im Publikum sowohl absolute Befürworter der neuen 5G-Technologie vertreten waren als auch Personen mit Ängsten und Sorgen, was die neue «Strahlenbelastung» für Mensch und Natur bedeuten werde.

Neben China, Japan und der USA ist die Schweiz im europäischen Raum das erste Land, das 5G einführen will. «Dies kann eine grosse Chance für eine Vorreiterrolle bei uns sein, ganz vieles wird möglich für Forschung, Entwicklung und Wirtschaft», dies eines der vielen Voten. Herr Wernli hielt ebenfalls fest, dass die künftige Strahlenbelastung stark davon abhängig ist, wie wir die neue Technologie nutzen. «Wenn wir jedes Gerät, auch in unserem Privatleben, über 5G steuern wollen, dann steigt die Strahlenbelastung für alle. Es hängt also sehr viel davon ab, wieviel dieser Technologie wir einsetzen wollen, damit sie uns nicht schadet».

Fakt ist: die Menschen wünschen sich Transparenz und Sicherheit bei der Umsetzung der neuen Technologie. Umrüstungen auf 5G bei bestehenden Sendemasten ohne Baubewilligungsverfahren verunsichern Menschen. Ebenso, dass es keine Langzeitstudien bezüglich den Auswirkungen von 5G auf den Menschen gibt. Der Nationalrat wird hier sicher gefordert sein, die nötigen Belege und sicherheitsfördernden Massnahmen im Rahmen der Umsetzung vom Bundesrat zu verlangen. Nach der spannenden Diskussionsrunde wurden die regulären Traktanden in Angriff genommen. Im Zentrum standen die Gemeindeversammlungstraktanden der Einwohnergemeinde Rheinfelden vom 19. Juni 2019. Alle Traktanden und Geschäfte, abgesehen vom Zusatzkredit für den Rheinsteg wurden befürwortet.

Zum Steg entstand eine intensive Diskussion. Die glp äusserte schon bei der Befürwortung des Verpflichtungskredites im Jahre 2016, dass sie den geplanten Standort des Stegs nicht als ideal erachtet, trug den Entscheid für den neuen Steg zum damalig veranschlagten Preis jedoch mit. Dass nun ein weiterer Zusatzkredit in Höhe von Fr. 3,2 Mio. dafür nötig wird, stösst auf Unmut. Für jedes des vom Gemeinderat in der Botschaft gewählten Argumente für den Steg gibt es auch entsprechende Argumente dagegen. «Dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beider Rheinfelden europaweit Ausstrahlung hat, hängt vorwiegend vom Willen und Einsatz von Menschen ab, nicht von einem neuen Steg», fasste Béa Bieber zusammen. Folgende Frage steht im Raum: Wenn sich Rheinfelden diesen «Luxus» eines neuen Stegs zu diesem Preis leistet, müsste dies ein grundlegendes Zeichen sein, durch die gute finanzielle Lage der Stadt auch in anderen Bereichen grosszügigere «Landmarken» zu setzen.

Ob diese Haltung längerfristig Bestand hätte, bleibt dahingestellt. Da ein Brückenprojekt wie das Vorliegende für rund 100 Jahre Wirkung hat, sollten möglichst viele Stimmbürger darüber abstimmen können, ob sie es zu diesem Preis wollen oder nicht. Dies ist im Rahmen einer Gemeindeversammlung nicht möglich. Daher wird die glp Rheinfelden sich an der Gemeindeversammlung zu diesem Traktandum der Stimme enthalten und sich für eine Volksabstimmung an der Urne mittels eines Referendums einsetzen. Foto: zVg

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