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Rheinfelden

 Die Bauprofile stehen schon, das Baugesuch wurde vergangene Woche eingereicht: Beim Feuerwehrmagazin Rheinfelden will die AEW Energie AG für 25 Millionen Franken die neue Wärmezentrale «Rüchi» bauen. Zum Grossteil mit Holz aus heimischem Forst befeuert, soll dort die Wärme produziert werden, die es zum Beheizen von Wohn-, Industrie- und öffentlichen Gebäuden braucht. Mit dem Verlegen der Leitungen im Boden will die Stadt gleichzeitig auch die Riburgerstrasse bis zu den SBB-Geleisen sanieren.

HANS CHRISTOF WAGNER

Geplant ist, die schon in der Stadt bestehenden Wärmeverbunde Rheinfelden Ost und Engerfeld zusammenzuschlies­sen und die bislang dezentralen, auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilten Feuerungs- und Energieanlagen, die inzwischen in die Jahre gekommen sind und zum Teil mit Öl und Gas betrieben werden, durch eine zentrale, an der Riburgerstrasse zu ersetzen. Dort soll nach Informationen von Jürg Frutiger, AEW-Senior-Projektleiter, der Anteil erneuerbarer Energieträger, in diesem Falle von Holz, höher sein und zwischen 60 und 80 Prozent betragen. Liefern soll den Brennstoff die Ortsbürgergemeinde Rheinfelden über die ihr gehörenden Wälder in Rheinfelden und Magden. «Unser Brennstoff stammt zu 100 Prozent aus der Region, bei uns wird nichts von ausserhalb angeliefert», verspricht Frutiger. Bis zu 30 000 Kubikmeter Hackschnitzel pro Jahr müssen die Ortsbürger liefern, um den Bedarf der 15-Megawatt-Anlage zu decken.

Nur ein LKW pro Tag
Auch bisher wird schon ein Teil der städtischen Wärmeverbund-Anlagen mit Rheinfelder Hackschnitzeln beheizt. Wobei die Masse mit 10 000 Kubikmetern bisher weit darunter liegt. Dennoch solle sich die Belastung mit LKW-Fahrten in Grenzen halten – Im Normallfall, laut Frutiger, ein Lastwagen täglich, in der Hauptheizperiode können es bis zu fünf pro Tag sein. «Das ist verkraftbar», meint der AEW-Vertreter. Holz soll der Hauptbrennstoff sein, weitere rund 20 Prozent der benötigten Energie sollen aus der Abwärme der Saline stammen. Nur bei extrem tiefen Temperaturen ist vorgesehen, weitere Wärme aus einer Ölfeuerungsanlage zu gewinnen.

Mehr erneuerbar, weniger fossil
Nutzen sollen diese die schon an die bestehenden Wärmeverbunde Rheinfelden Ost und Engerfeld angeschlossenen Liegenschaften und dem Wunsch von AEW und Stadt zufolge auch neue Abnehmer. «Die Wohnbaugenossenschaft Theodorshof hat schon zugesagt, mit der Alten Saline sind wir in Verhandlungen», so Frutiger. Angeschlossen sollen auch öfwfentliche Gebäude wie die in Erweiterung befindliche Kreisschule Engerfeld samt Dreifachturnhalle. «Ich kann das Projekt erst richtig pushen, wenn die Baubewilligung vorliegt», verspricht Frutiger.

 Solaranlage auf dem Dach
Auf das Dach der neuen Wärmezentrale hinter dem Feuerwehrmagazin soll auch eine Photovoltaikanlage kommen, die Strom in das Netz der AEW einspeisen wird. AEW will auch prüfen, die Thermalquelle auf dem Schiffacker in die kommende Anlage einzubeziehen. Hier ist Frutiger zufolge die Finanzierung aber noch offen.
Weil AEW die Werkleitungen zur neuen Anlage verlegen muss, wird die Riburgerstrasse zur Grossbaustelle. Nutzen will den Umstand auch die Stadt und nach der Verlegung die Strasse sanieren und optisch neu gestalten. Kostenpunkt hier laut Verkehrsstadtrat Walter Jucker rund fünf Millionen Franken. «Die Riburgerstrasse ist in einem desolaten Zustand und dringend sanierungsbedürftig», so Jucker. Durch Zuschüsse des Bundes könnte der Kostenanteil der Stadt aber auf 60 Prozent reduziert werden.
Während die ersten Arbeiten bei der AEW-Heizanlage schon im Frühjahr 2019 beginnen werden, wird es bei der Riburgerstrasse erst kommendes Jahr so weit sein. Frutiger und Jucker versprachen, dass auch mit den Bauarbeiten der Verkehr stets fliessen könne. Einen Ampelbetrieb gebe es nicht.
Für die Bevölkerung sind im Frühjahr öffentliche Orientierungsveranstaltungen geplant, an denen über das Projekt und die Anschlussmöglichkeiten informiert wird. Die Termine der Veranstaltungen werden in den Medien sowie auf der Website der Stadt Rheinfelden publiziert.

Bilder: Stadtrat Walter Jucker (li) und Jürg Frutiger von der AEW präsentierten das neue Wärmverbund-Projekt und die damit verbundene Sanierung der Riburgerstrasse. Hinter dem Feuerwehrmagazin soll die Heizanlage gebaut werden. Fotos: Wagner
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