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Rheinfelden

Fred Surer mit seiner Frau Hedy anlässlich der Buch-Vernissage im Tennisclub Rheinfelden.(ph) Der Tennisclub Rheinfelden feierte eine grosse Premiere: Zum ersten Mal fand eine Buch-Vernissage auf der eigenen Sportanlage statt, als Clubmitglied Fred Surer sein spannendes Erstlingswerk «Bis die Seele zerbricht» in der Öffentlichkeit vorstellte.

Am 25. Mai 1925 war der älteste Tennisclub aus dem Fricktal einst unter dem Namen «Lawn Tennis-Club Rheinfelden» aus der Taufe gehoben worden. Inzwischen kann der Verein auf eine lange Geschichte mit unzähligen Meilensteinen zurückblicken. Umso erstaunlicher, dass es mehr als 91 Jahre nach der Gründung doch noch ein Novum zu feiern gab. Rund 80 Interessierte durfte TCR-Präsident Peter Haller zur ersten Buch-Vernissage der Clubhistorie auf dem Engerfeld-Areal begrüssen. Er sei stolz, nicht nur gute Tennisspieler in den eigenen Reihen zu wissen, sondern auch Menschen mit literarischen Begabungen.
Gemeint war Fred Surer. Der 62-jährige Füllinsdorfer hatte sich schon in seiner Kindheit für das Schreiben von eigenen Geschichten interessiert, weil sie «für mich oft ein falsches Ende» hatten. Aber erst seine Frau Hedy ermutigte ihn schlussendlich zur Umsetzung seines lange gehegten Wunsches. Entstanden ist ein packendes, knapp 600 Seiten starkes Buch, welches sich an den Absturz einer Swissair-Maschine vor der kanadischen Atlantikküste im Jahre 1998 anlehnt, als 229 Menschen ums Leben kamen. In Surers Debütroman wird ein eben erst vom Krebs genesener Pilot namens Michael Lindholm mit der Aufarbeitung dieses verheerenden Unglücks beauftragt und gerät durch seine Arbeit ins Visier von skrupellosen Kriminellen. «Natürlich spiegelt sich im Buch auch mein Interesse an der Aviatik wider», sagt Surer. Dennoch sei es kein Fliegerroman. Vielmehr verwies der passionierte Tennisspieler im Interview mit seiner Schwester Ruth auf die parallel verlaufenden Erzählstränge, welche durch Beziehungen und Kommunikation zwischen Menschen geprägt sind.
Natürlich wurden die Handlungsorte des Romans auch von Surer selbst besucht – fasziniert war er von der sehenswerten Provinzhauptstadt Halifax, unweit vom schwersten Unglück in der Geschichte der Fluggesellschaft gelegen. Ansonsten gab es auch für Surer eine Unmenge an geografischen und technischen Fakten zu überprüfen. Solche Recherchen verglich er mit dem ungeliebten Konditionstraining eines Sportlers, eine notwendige Pflicht. Zudem sei es «grausam» gewesen, einen Schlusspunkt unter die Geschichte zu setzen, nachdem er mehr als zwei Jahre in einer aufregenden Parallelwelt gelebt habe. Zwar benannte Surer seinen Schreibprozess als zentrales Erlebnis an der Arbeit, dennoch sei es auch ein unvergesslicher Moment gewesen, als er sein Werk «Bis die Seele zerbricht» endlich in den Händen hielt.

BuchcoverZuvor hatte sich die Suche nach einem Verlag, der das Manuskript auch publizieren wollte, schwierig gestaltet. Rund 60 Anfragen waren nötig. «Das ist ein echter Spiessrutenlauf – nur darf man es nicht persönlich nehmen», weiss Surer. Auf alle Fälle ist ihm die Lust am Schreiben nicht vergangen. Im Gegenteil: Inzwischen arbeitet er an einem neuen Buch, wie er bei einer längeren Fragerunde im TCR-Clubhaus verriet. Es folgte eine kleine Leseprobe, ehe Surer beim abschlies­senden Apéro mit den Gästen auf seine Arbeit anstossen durfte.
Das Romanwerk ist in verschiedenen Buchhandlungen und Online-Shops sowie auch beim Herausgeber Novum-Verlag erhältlich. Weitere Informationen unter www.fredsurer.com

Unsere Bilder (Fotos: zVg)
Erstes Bild: Fred Surer mit seiner Frau Hedy anlässlich der Buch-Vernissage im Tennisclub Rheinfelden.
Zweites Bild: Buchcover
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