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Olsberg

Yvonne und Daniel Rutz. Foto: Peter Schütz

Die Naturförderung im Blick haben Yvonne und Daniel Rutz aus Olsberg (im Bild an einer Trockenmauer). Die Mitglieder des Naturschutzvereins Olsberg sind erfolgreiche Absolventen des von BirdLife Aargau durchgeführten Kurses «Naturförderung in der Gemeinde». «Für den Naturschutz ist in Olsberg bereits ganz viel getan worden», sagen sie und weiter: «Jetzt geht es darum, dem Geschaffenen Sorge zu tragen».

PETER SCHÜTZ

In Olsberg, an der Grenze zum Kanton Baselland, scheint die Natur intakt zu sein. Der Violenbach, der die Kantonsgrenze bildet, fliesst glasklar, die Vögel zwitschern um die Wette, die Wildbienen sind fleissig unterwegs und die als stark gefährdet geltende Gelbbauchunke hat wieder mehr Laichplätze als auch schon zur Verfügung – ein Verdienst des örtlichen Naturschutzvereins und der Ortsbürger der Gemeinde, die vor zwei Jahren mit finanzieller Unterstützung des Salzgut-Fonds der Schweizer Salinen, der Abteilung Wald des Kantons Yvonne und Daniel Rutz an einem aussergewöhnlichen Gärtlein. Foto: Peter SchützAargau und zusammen mit Pro Natura ein Amphibien-Förderprojekt stemmten. Aber nun die Hände in den Schoss legen, geht nicht. «Ein Projekt ist eine Sache, der Unterhalt eine andere», erklären Yvonne und Daniel Rutz, Mitglieder des Naturschutzvereins Olsberg und erfolgreiche Absolventen des von BirdLife Aargau durchgeführten Kurses «Naturförderung in der Gemeinde». «Für den Naturschutz ist bereits ganz viel getan worden in Olsberg», berichten sie, «jetzt geht es darum, dem Geschaffenen Sorge zu tragen».

Nachhaltigkeit – einer von mehreren Pfeilern im Naturschutz
Yvonne und Daniel Rutz sind aus Überzeugung dem Naturschutzverein Olsberg beigetreten. «Gibt es eine andere Form als nur grüner Rasen und aufgeräumte Gärten?», lautet eine ihrer Fragen. Die Antwort geben sie gleich selbst: Ja, gibt es, es bedeutet einfach eine Umstellung vom Bisherigen weg. Nachhaltigkeit ist für sie ein elementarer Pfeiler im Naturschutz – aber eben nur einer von mehreren, wie sie im Kurs «Naturförderung in der Gemeinde» festgestellt haben. Der Kurs führte die Teilnehmer nämlich über die praxisnahe Arbeit zur Umsetzung von Naturschutzprojekten hinaus und machte sie mit Projektmanagement, Grundlagen von Networking und Kommunikation, Projektfinanzierung sowie Beantragung von Fördermitteln bekannt. Sie erhielten das Rüstzeug sowohl für die Umsetzung eigener Projekte als auch für die Mitarbeit in Natur- und Landschaftskommission oder als Fachperson in Erfolgreiche Förderung der Gelbbauchunken in Olsberg. Yvonne und Daniel Rytz stellen ihre Umsetzungsarbeiten vor. Bild: zVg Hans-Ruedi KunzVereinsvorständen. Daniel Rutz bringt es so auf den Punkt: «Anlaufstellen kennenlernen, wie kommuniziert man, wie kann die Gesellschaft für den Naturschutz sensibilisiert werden, wie bekommt man Partner an einen Tisch?» Im Naturschutz, so die Erkenntnis von Daniel Rutz, «ist der Kooperationsgedanke stark». Der Kurs dauerte coronabedingt über den Zeitraum von eineinhalb Jahren, im Dezember 2021 war er abgeschlossen. Er beinhaltete Exkursionen nach Suhr, Schöftland, Bözberg und Kaiseraugst. Im Naturama in Aarau erhielten die Kursteilnehmer Einblick in Naturförderung, rechtliche und planerische Grundlagen in den Gemeinden (Bau- und Nutzungsordnung), Umgang mit den Online-Karten des Kantons Aargau, ökologische Infrastruktur, Kulturlandplan, Naturschutzreglement und vieles mehr.

Auf dem Bözberg beschäftigen sich die Teilnehmenden mit dem Thema «Landschaft». Bild: zVg Hans-Ruedi KunzEigene Projekte umsetzen
Ein Ziel des Kurses war, die Teilnehmenden zu befähigen, eigene Projekte umzusetzen. Daniel Rutz machte sich an ein neues Logo für den Naturschutzverein Olsberg. Ausserdem packte er die künftige Ausrichtung der Pflege von Nisthilfen für Vögel an. Er entwickelte ein Konzept, wie dieses Vorhaben effizienter gehandhabt werden kann, wie Familien einbezogen und Jugendliche gehalten werden können. Ein Ergebnis daraus: Schrittweise sollen nur ein Teil der mittlerweile in die Jahre gekommenen Nisthilfen erneuert werden. Ein weiteres seiner Anliegen ist es, die Zusammenarbeit mit den Landwirten zu stärken und die Nistkästen auf der Flur zu fördern. Daniel Rutz ist überzeugt, dass sich nicht nur der Naturschutzverein Olsberg damit befassen muss. «Es betrifft alle Gemeinden in der Schweiz», sagt er. Die Umsetzungsarbeit von Yvonne Rutz bestand aus dem Artenförderprojekt zur Förderung und Vernetzung der stark gefährdeten Amphibien, welches bereits Nachfolgeprojekte ausgelöst hat.
Eine Folge des Kurses, den Yvonne und Daniel Rutz absolviert haben, ist eine stärkere Sensibilisierung für die ökologischen Zusammenhänge und wie dies auch in einer kleinen Gemeinde gestärkt werden kann. Yvonne Rutz sagt es so: «Jeder einzelne Baum hat einen Einfluss auf das Klima.» Deshalb, erklärt sie, «ist alles ein Zusammenspiel». Ein Zusammenspiel, das auch in der Praxis erfolgreich sein kann.

Bilder:
- Yvonne und Daniel Rutz an einem aussergewöhnlichen Gärtlein. Foto: Peter Schütz
- Erfolgreiche Förderung der Gelbbauchunken in Olsberg. Yvonne und Daniel Rytz stellen ihre Umsetzungsarbeiten vor. Bild: zVg Hans-Ruedi Kunz 
- Auf dem Bözberg beschäftigen sich die Teilnehmenden mit dem Thema «Landschaft». Bild: zVg Hans-Ruedi Kunz
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