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Olsberg

Foto: zVg

(smo) Hortus Dei Olsberg lädt am Sonntag, 5. September, zu einem Vortrag von Dr. Rolf Steppacher in der Stiftskirche Olsberg ein. Thema: Der Garten als Symbol des Lebens – Weltliche und religiöse Bedeutungen von Gärten.

«Hortus Dei» («Garten Gottes») ist der Name des im 19. Jahrhundert aufgehobenen Zisterzienserinnenklosters Olsberg. «Hortus Dei» ist auch der anspruchsvolle Name der Vereinigung Hortus Dei Olsberg, deren Ziel es ist, den Sakralraum der Klosterkirche als Ort der Begegnung zu pflegen.
Der Vortrag von Dr. Rolf Steppacher beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Was ist eigentlich ein Garten und welche qualitativen Eigenschaften begründen seine symbolische und religiöse Bedeutung als innere Landschaft bis hin zur Aussage, wonach das Paradies ein Garten war, kein Feld, keine Wiese, kein Wald und kein Park? Gärten sind die erste Form menschlicher Gestaltung der Natur und prähistorisch dokumentiert. Welche Bedeutung haben Gärten in humanökologischer, sozialer, wirtschaftlicher und tiefenpsychologischer Perspektive im Laufe der Zeit gehabt und wie haben sich diese bis in die moderne Zeit verändert?
Speziell im Zusammenhang mit dem Zisterzienserkloster Olsberg interessiert die Frage, weshalb Gärten in ihrer symbolischen Bedeutung eine Erinnerung an das Paradies wecken. Die hohe Diversität von und in Gärten weist den Weg zu unendlichen Möglichkeiten und autonome Gärten sind prinzipiell Orte der Integration von Gegensätzen: Natur und Kultur, Selbstorganisation und Kontrolle, Offenheit und Geschlossenheit, Zufall und Notwendigkeit, Kraut und Unkraut, Hohes und Tiefes, Männliches und Weibliches, Arbeit und Freizeit, Nützliches und Schönes, Rationales und Arationales, Bewusstes und Unbewusstes und vermutlich manches mehr. Gärten sind auch Orte der Erdung und offen gegenüber dem Himmel, des Schutzes und der Gestaltung, der autonomen Kreativität.
Der Referent Rolf Steppacher diskutiert die spezifischen öko-sozialen und wirtschaftlichen Charakteristika von Gärten auf der Basis seiner eigenen Forschungen in agrarkulturnahen Regionen in den 70er- bis 90er-Jahren, vor allem in Kerala (Indien) und Bali (Indonesien) und seiner lebenslangen Faszination und Beschäftigung mit den verschiedenen Aspekten von Gärten.

Die Musikerinnen. Foto: zVgGerne lädt Hortus Dei zu diesem spannenden Vortrag ein. Die Gäste dürfen sich auf die musikalische Umrahmung mit Tamar Eskenian (verschiedene Flöten wie Traverso und Duduk) und Marta Casulleras (Klavier) freuen. Im Anschluss an den Vortrag sind alle herzlich zu einem kleinen Apéro eingeladen.

Sonntag, 5. September, 17 bis 18.30 Uhr, Stiftskirche Olsberg; Eintritt frei. Parkiermöglichkeit unten an der Strasse und oberhalb des Areals.

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