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Olsberg

 (eing.) Bei der Patroziniumsfeier in der ehemaligen Klosterkirche zu Olsberg am 20. August wirken der evangelische Theologe Fulbert Steffensky, die Sopranistin Sidonie Otto und der Organist Jan Weinhold mit.

 Der deutsche Theologe und Religionspädagoge Fulbert Steffensky ist ein gefragter Redner und Publizist – erst kürzlich war er beim Evangelischen Kirchentag in Berlin zu hören. 2013 wurde ihm für sein Lebenswerk der Ökumenische Predigtpreis verliehen; er verstehe es – so die Begründung – «den Glauben in sprachliche Formen zu giessen, die das Herz berühren, die Mut mache, Freude wecken und neue Horizonte erschliessen».

Der vielfache und vielgelesene Buchautor war 13 Jahre Benediktinermönch im Kloster Maria Laach, bevor er 1969 evangelisch wurde, die Befreiungstheologin Dorothee Sölle (gest. 2003) heiratete und von 1975 bis 1998 in Hamburg Religionspädagogik lehrte. Seit 2011 ist er in zweiter Ehe mit Li Hangartner verheiratet und lebt in Luzern. Am 20. August wird er in der vormaligen Zisterzienserinnenkirche zu Olsberg predigen, die am Festtag «Mariä Entschlafen» (15.August) ihr Patrozinium feiert.

Zisterziensische Kirchen sind in der Regel der Muttergottes geweiht. Die Bibel preist Marias Rolle im Christusgeschehen, berichtet allerdings nicht über ihren Tod. Steffensky, der katholische und protestantische Tradition von innen kennt, wird es in seiner Predigt sicher gelingen, spannende neue Horizonte zu erschliessen. Musik und Gesang seien manchmal sogar «die besseren Prediger», ihre Schönheit und Gnade wirkten heilend, hat Steffensky einmal gesagt.

Besucher dürfen gespannt sein auf den hellen und warmen Sopran von Gudrun Sidonie Otto, eine international bekannte Stimme, die an namhaften Häusern im Bereich der Alten Musik gastiert. Als Organist wirkt Jan Weinhold an der christkatholischen Eucharistiefeier unter Leitung von Pfarrer Peter Feenstra (Magden-Olsberg) mit. Der Festgottesdienst beginnt um 10.30 Uhr.

Fotos: zVg