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(pd) Die 42 Mitglieder des Verbands der Kies- und Betonproduzenten Aargau (VKB Aargau) haben am 24. August eine Nachhaltigkeits-Charta unterzeichnet. Sie verpflichten sich zu einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung ihrer Unternehmen in ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Hinsicht.

Kies und Sand sind natürliche Rohstoffe und für die Bauwirtschaft von enormer Bedeutung. Ihr Abbau hinterlässt jedoch Spuren in der Landschaft und ist mit gewissen zeitweiligen Belastungen für die Nachbarn der Werke verbunden. Die Mitglieder des Verbands der Kies- und Betonproduzenten Aargau (VKB Aargau) wollen deshalb mit einem angemessenen, zukunftsgerichteten Verhalten die Bedürfnisse der Branche sowie die Bedürfnisse von Gesellschaft und Natur langfristig auf einen Nenner bringen. Die Nachhaltigkeits-Charta des VKB Aargau hält die Grundsätze dieser Verpflichtung fest.

Der Natur einen Platz einräumen
Gesetze und Verordnungen legen den rechtlichen Rahmen für den Abbau von Sand und Kies fest; die Einhaltung wird streng kontrolliert. Die Mitglieder des VKB Aargau erfüllen jedoch weit mehr als die gesetzlichen Anforderungen. So sorgen sie beispielsweise bereits während des Abbaus für einen ökologischen Ausgleich: In den Abbaustellen finden seltene Vögel und Reptilien ihren Lebensraum, Pioniere der Pflanzenwelt gedeihen oft ausschliesslich hier. Damit werden Kiesgruben zu wertvollen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Nach Ende des Abbaus füllen die Mitglieder des VKB Aargau die offenen Abbaustellen mit sauberem Aushub auf und geben die Gruben den Landbesitzern und der Allgemeinheit in einem qualitativ guten Zustand zurück, so dass diese als Landwirtschaftsfläche, Wald oder Naturzone nutzbar gemacht werden können.

Optimierung der Energie- und Ressourceneffizienz
Massnahmen zur Schonung von Ressourcen wie Energie oder Wasser sind den Mitgliedern des VKB Aargau sehr wichtig. Einige der Betriebe produzieren daher bereits heute Strom für den Eigenverbrauch und entlasten so das öffentliche Stromnetz. Beispielsweise erzeugt die Hochuli AG aus Kölliken mit Hilfe einer Photovoltaikanlage den Strombedarf von 20 Haushalten und speist diesen ins eigene Netz ein. Die Mehrzahl der Betriebe setzt zudem auf die Optimierung des Wasserverbrauchs, indem sie Regenwasser in der Produktion nutzt und den Wasserkreislauf weitgehend geschlossen hält. Die Verwendung von Trinkwasser wird damit massgeblich reduziert.

Attraktive Arbeitgeber
Damit die Branche sich auch in Zukunft weiterentwickeln kann, unterstützen die Unternehmen ihre Mitarbeitenden in ihrer beruflichen Laufbahn durch interne und externe Weiterbildung. Jährlich bieten die Kies- und Betonproduzenten des Kantons Aargau Lehrstellen für technische und kommerzielle Berufe an. Dazu legen die Betriebe der Kies- und Betonbranche im Aargau Wert auf die Chancengleichheit von Frau und Mann. Frauen sind in den Betrieben nicht nur als Lastwagenchauffeusen, sondern auch in Führungspositionen tätig, beispielsweise bei der Holcim Schweiz.

Respekt für die Bedürfnisse der Gesellschaft
Den Mitgliedern des VKB Aargau ist es wichtig, sich gegenüber der Gesellschaft, insbesondere gegenüber der Bevölkerung in den Standortgemeinden, vorbildlich zu verhalten. Ist eine neue Kiesgrube oder Aushubdeponie vorgesehen, involvieren sie die Betroffenen und wichtige Interessenvertreter in die Planung. Dabei orientieren sie sich an dem Leitfaden zur Standortevaluation für Aushubdeponien, den der Verband gemeinsam mit den kantonalen Fachstellen erarbeitet hat.
Steinechsen als Symbol für Nach-haltigkeit der Kies- und Betonbranche
Die Mitglieder des VKB Aargau, welche die Nachhaltigkeits-Charta unterzeichnet haben, dürfen die Steinechsen als visuellen Ausdruck ihres verantwortungsvollen Schaffens benutzen. Diese Steinechsen sind ein Abbild der zwei Lenzburger Steinechsen, die weltgrössten ihrer Art. Sie symbolisieren den grossen Wert der mineralischen Rohstoffe und zeigen zugleich auf, wieviel Raum der Kiesabbau der Natur sowie vielen Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung stellt.

Rohstoffbedarf im Kanton Aargau gedeckt
Sand und Kies sind wichtige Rohstoffe und daher von grosser Relevanz für die Baubranche. Sie sind die Basis unserer Infrastruktur. Die Mitgliedfirmen des Verbands der Kies- und Betonproduzenten Aargau (VKB Aargau) sichern den Bedarf an diesen Rohstoffen im Kanton vollständig. Mehr als 50 Prozent der im Kanton abgebauten Rohstoffe werden von der öffentlichen Hand eingesetzt. Mit ihren rund 850 Mitarbeitenden bauen die Betriebe jährlich rund 2,5 m3 Sand und Kies ab. Zudem setzen sie sich aktiv für das Recycling und die Wiederverwertung mineralischer Rückbaustoffe ein. Rund 80 Prozent der Rohstoffe aus rückgebauten Gebäuden, Brücken und anderer Aargauer Infrastruktur gelangen so wieder in den Materialkreislauf.

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