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(bi.) Die Vorlagen für die kommunalen Abstimmungen vom 13. Dezember in Wölflinswil und Oberhof sind erfreulich: Nach jahrelangen Erwägungen und Prüfungen liegen nun die Sanierungsanträge vor für die Deponie Chälen Wölflinswil und Asp, Oberhof. Immer geht es dabei auch um die sichere Ableitung des Oberflächenwassers.

An die aufwendige Sanierung Chälen für rund 350 000 Franken leistet der Kanton 30% und der Bund 40%, was beachtenswert ist. In Oberhof beziffert sich die Deponie-Sanierung auf 270 000 Franken, wobei bereits zusätzlich  61 000 Franken für die diversen Voruntersuchungen ausgegeben werden mussten. Hier liegt die Mitfinanzierung des Staates ebenfalls bei total 70%, also bei rund  231.000 Franken.

Leistungssteigerung beim Quellwasserpumpwerk in Oberhof
Die Wasserversorgung betreiben beide Dörfer gemeinsam. Grössere Investitionskredite des Gemeindeverbandes müssen vom Souverän gutgeheissen werden. Für 125 000 Franken soll nun eine Leistungssteigerung beim Quellwasserpumpwerk in Oberhof erreicht werden. Seit 2003 fördern zwei Pumpen im Reservoir Asp 600 l/min. Vor allem in Trockenperioden standen diese im Dauereinsatz. Nun soll eine höhere Pumpenleistung von rund 1200 l/min. erreicht werden. Mit einer verbesserten Quellfassung im Unterburg konnte schon vor Jahresfrist ein grösserer Trinkwasserzufluss sichergestellt werden. Beide Dörfer haben seit Jahren steigenden Wasserbedarf, obwohl die Siedlungen keine überaus grosse Tätigkeit im Wohnungsbau aufweisen. Die Juraquellen in Oberhof und Wölflinswil sichern nicht nur die Dorfwasserversorgung. Dank der Vernetzung und den Hochreservoirs auf Steig, Wölflinswil, Sennweid, Oberhof und Rosegg, Herznach (Wasserversorgung Chornberg) werden insgesamt gegen 50 Höfe mit Wasser bedient. Der Chornberg hat eine teilweise Eigenversorgung durch das Pumpwerk Bärimatt. Es sind Höfe mit teils hohem Nutztierbestand und grösseren Obstbaumanlagen.

Langfristiger Quellenschutz wichtig
Gut, dass nun die Gemeindevorlagen eine verbesserte und sichere Wasserversorgung anstreben und zugleich im Umfeld mit der Sanierung von Altlasten wichtige Schritte unternommen werden. Dennoch, es gibt weitere Hausaufgaben. Wie überall steht der Gewässerschutz hoch auf der Prioritätenliste. Eine Ausweitung der Quellenschutzgebiete ist unausweichlich. Glücklicherweise ist das ringsum ausgedehnte Waldgebiet sehr gut für die Wasserspeicherung und den Quellenschutz geeignet, was aber allein nicht reichen wird. Die grosse Nagelprobe für den Gewässerschutz wird vermutlich landesweit schon 2021 bevorstehen aufgrund der eingereichten Trinkwasserschutz-Initiative.

Bild: Quellenschutz im Jura bleibt ein grosses Anliegen. Foto: zVg

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