(pd) Das Rating der Umweltallianz zeigt, wie die Parlamentarierinnen und Parlamentarier in den letzten vier Jahren abgestimmt haben. «Genau hinschauen lohnt sich», schreibt der WWF Aargau in einer Medienmitteilung: «Denn die Unterschiede zwischen und innerhalb der Parteien sind gross, auch im Kanton Aargau.»
«Mit der Klimakrise kommen die Gewässer unter Druck. Als Wasserkanton ist der Aargau darauf angewiesen, dass sich seine Vertreter:innen in Bern für natürliche Gewässer einsetzen», sagt Thomas Ammann, Geschäftsführer WWF Aargau.
Taten zählen, nicht Worte: Kurz vor den Wahlen geben sich fast alle Parteien umweltfreundlich. Die Umweltallianz, zu der WWF Schweiz, Pro Natura, Greenpeace, VCS, Schweizerische Energiestiftung und BirdLife gehören, haben den Parteien auf den Zahn gefühlt und die wichtigsten 64 bzw. 51 Umweltabstimmungen im National- und Ständerat der letzten vier Jahre ausgewertet. Die bisherigen Vertreter:innen des Kantons Aargaus liegen zwischen 3,9 und 100 Prozent Umweltfreundlichkeit: Die wieder antretenden Nationalrät:innen der Grünen (Irène Kälin), der SP (Gabriela Suter und Cédric Wermuth), der EVP (Lilian Studer) und der GLP (Beat Flach) setzten sich konsequent für die Umwelt ein (95,3 % - 100 %). Bei ihren Ratskolleg:innen lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Matthias Jauslin hat in 51,6 % der Fälle für Umweltanliegen votiert. Damit sei er einer der umweltfreundlichsten Vertreter der FDP-Fraktion. Mitte-Nationalrat Andreas Meier stimmte in 40% der Abstimmungen für die Umwelt, seine Parteikollegin Marianne Binder-Keller in 35.2% der Fälle. Die wiederkandidierenden Nationalrät:innen der SVP stimmten mit einem Maximalwert von 5,5 % quasi immer gegen die Umwelt. Für den Ständerat kandidieren neben Thierry Burkart, der sich nur gerade in 13,7 % der Fälle für die Umwelt eingesetzt hat, eine Reihe von weiteren Politiker:innen. Die Kandidierenden der Grünen (Irène Kälin), SP (Gabriela Suter), EVP (Lilian Studer) und GLP (Barbara Portmann) haben alle ein Wahlversprechen für die Umwelt zwischen 90,5 und 100 % abgegeben. Die übrigen Kandidierenden, Marianne Binder-Keller (Die Mitte) und Benjamin Giezendanner (SVP) haben kein Wahlversprechen ausgefüllt.
Der WWF Aargau: «Die Umwelt braucht Ihre Stimme! Die zukünftigen Parlamentarier:innen bestimmen über viele Bereiche in unserem Leben. Genau hinschauen lohnt sich! Wir haben die Chance, mit der Wahl eines umweltfreundlicheren Parlaments die dringend notwendigen Fortschritte für die Umwelt anzupacken. Das Umweltrating zeigt, wie umweltfreundlich die bisherigen Parlamentarier:innen sowie die neu Kandidierenden sind: www.umweltrating.ch.»