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2. Jahrgang
Freitag, 10. September 2010

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Kräuter und Gewürze Drucken E-Mail
Mittwoch, den 08. September 2010 um 11:40 Uhr

Ute Brodmann
Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann. entwicklungsimpulse, Zeihen

Kräuter und Gewürze geben dem Essen nicht nur Geschmack und den letzten Pfiff, sondern verbessern auch die Verdaulichkeit der Speisen. Während viele Kräuter bei uns im Garten oder sogar im Blumentopf wachsen, kommen die Gewürze meist in gemahlener Form aus Asien oder Afrika zu uns. Mit dem Gewürzhandel sind ganze Völker reich geworden und auch heute noch sind gute Gewürze nicht ganz billig (man denke nur an Safran). Allerdings braucht man nur kleine Mengen dieser farbigen Pulver, um einen grossen Geschmack zu erzielen. Kräuter waren schon immer als Heil- und Küchenkräuter in Gebrauch, vor allem in den Klöstern haben sie eine lange Tradition. Auch in unserer Region findet man noch alte oder neu angelegte Kräutergärten zum Beispiel im Schloss Wildegg. Bei den Kräutern ist die Grenze zwischen Nahrung und Medizin fliessend. Ist ein Kräutertee noch Nahrung oder schon ein Heilmittel? Früher war es viel bekannter, dass man durch die Zugabe der richtigen Kräuter nicht nur den Eigengeschmack von Nahrungsmitteln verbessern, sondern auch die Verdauung fördern konnte. Alte Rezepte enthalten zum Beispiel Kohl mit Kümmel, Gurken mit Dill, Bohnen mit Bohnenkraut, Tomaten mit Basilikum oder Braten mit Lorbeerblättern. Auch Kräuterschnaps wurde zur Förderung der Verdauung getrunken. Kräuter und Gewürze können aber auch den Geschmack eines Gerichts verändern. Mit der richtigen Kombination von Kräutern und Gewürzen kann man jedes Nahrungsmittel zu verschiedenen, völlig unterschiedlichen Gerichten machen. Nehmen wir Auberginen, Zucchetti und Peperoni, die im Moment reichlich im Garten reif werden (falls die Schnecken nicht schon im Frühsommer die Pflanzen aufgefressen haben). Wer keinen Garten hat, findet auch ein reichhaltiges Angebot auf dem Markt oder im Lebensmittelladen. Da der Sommer schon fast vorbei ist und die Temperaturen kaum mehr über 20 Grad klettern, sind diese Gemüsesorten eigentlich zu abkühlend. Und hier kommt eine weitere Eigenschaft der Kräuter und Gewürze ins Spiel, die thermische Wirkung. Fast alle Kräuter und Gewürze sind thermisch wärmend, wobei scharfe Gewürze wie Chili mehr wärmen als heimische Kräuter wie Petersilie. Das bedeutet, durch die Zugabe von Kräutern und Gewürzen wird das Gericht wärmender, besser verdaulich und es sammelt sich keine Feuchtigkeit im Organismus an. Doch zurück zu unserem Gemüse. Braten Sie das in Scheiben geschnittene Gemüse in etwas Olivenöl, würzen Sie mit Balsamico, Pfeffer, Salz und Basilikum und servieren Sie es mit Oliven und Mozzarella. Schon haben Sie italienische Antipasti vom Feinsten. Wenn Sie das Gemüse abwechselnd mit einer Mischung aus Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten (zusammen leicht angedünstet) in eine Auflaufform füllen, mit Oregano und Thymian würzen und mit Schafskäse überbacken, haben Sie einen griechischen Gemüseauflauf. Oder schneiden Sie das Gemüse in 1 bis 2 cm grosse Würfel und kochen Sie es mit etwas Öl, Tomaten, Petersilie und Weisswein als französisches Ratatouille. Wenn Sie es lieber asiatisch mögen, dünsten Sie Zwiebeln und Knoblauch mit und würzen mit Curry oder Garam Masala, fertig ist das indische Curry. Zu einem Thai-Curry wird das Gemüse mit Thai-Basilikum und Curry-Paste. Mit Kreuzkümmel, Koriander und Kardamom bekommt es einen arabischen Geschmack und passt gut zu Couscous. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Der Geschmack entwickelt sich am besten, wenn ein wenig Öl im Spiel ist, denn Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger. Dies macht man sich bei Kräuter- und Gewürzölen zu Nutze. Übriggebliebene Kräuter können Sie gut einzeln oder gemischt in Öl einlegen und später zum Würzen oder im Salat verwenden. So können Sie auch Gartenkräuter für den Winter haltbar machen, was energetisch sinnvoller ist als einfrieren.
Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an ute.brodmann@entwicklungsimpulse.ch oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen, und besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

 
Anlagenotstand und magere Renditen sind angesagt Drucken E-Mail
Mittwoch, den 01. September 2010 um 11:31 Uhr

Lukas Rüetschi
eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Obwohl die Zinsen schon vor drei Monaten auf Tiefstständen waren, fielen sie nochmals erheblich. Der Grund ist einfach: Die Märkte glauben, dass der Aufschwung sich stark verlangsamt und wir uns in Richtung einer Deflation bewegen. Die Nationalbanken werden die Märkte wahrscheinlich noch einige Monate mit äusserst günstiger Liquidität versorgen. So ist das eingetreten, was vor wenigen Jahren nicht vorstellbar war. Wir haben eine fast 0-%-Zinspolitik. Nur wer sich längerfristig bindet, bekommt noch Zinsen von über einem Prozent. Damit verschärft sich der schon vorhandene Anlagenotstand nochmals dramatisch. Neue auf den Markt kommende Obligationen rentieren nach allen Kosten (Kaufcourtage, Depotgebühren) kaum mehr, respektive die feste Anlage lohnt sich kaum mehr. Nun besteht wieder die Gefahr, aus Renditeüberlegungen auf zweit- und drittklassige Schuldner auszuweichen. Der Renditeaufschlag vieler dieser Obligationen entschädigt das zusätzliche Risiko teilweise aber kaum. Was gibt es für Alternativen? Jetzt noch im grösseren Stil in höher rentierende Immobilienanlagen zu wechseln, birgt auch grössere Risiken, denn auch der Immobilienmarkt für Renditeobjekte ist stattlich bewertet und würde auf allfällige Zinserhöhungen kaum positiv reagieren. Die vernünftigste Alternative ist sicher die Schuldenreduktion: Wer bestehende Hypotheken hat, kann sich überlegen, einen Teil zu amortisieren. Ein weiterer Tipp besteht darin, Rückzahlungen und freie Anlagegelder im Moment flüssig auf dem Konto zu belassen. So bringt das Geld zwar keine Rendite, man bindet sich aber auch nicht und bleibt flexibel. Im Weiteren ist ernsthaft zu prüfen, ob man die Aktien­engagements in erstklassigen Dividendenpapieren nicht  ausbauen möchte. Titel wie Novartis, Roche, Swisscom, Pfizer, Royal Dutch usw. verfügen über intakte Zukunfts- und Gewinnaussichten und eine Dividendenrendite von vier und mehr Prozente. Diese ist zwar nicht zu
100 % gesichert und die Kurse können stark schwanken. Persönlich habe ich in der heutigen Zeit in Qualitätsaktien mehr Vertrauen als in gewisse Staaten mit deren immensen Schulden. Wichtig ist aber auch bei Qualitätsaktien eine vernünftige Streuung. Einzelereignisse (wie zum Beispiel der Ölunfall bei BP) können leider nie ausgeschlossen werden. Ich bin aber überzeugt, dass sich viele dieser Unternehmen viel flexibler auf Veränderungen in der Zukunft umstellen können und auch die diversen Hürden der Gegenwart bestens überwinden können.
Fazit: Wir müssen uns für einige Zeit auf sehr wenig Rendite einstellen. Höhere (versprochene) Renditen müssen sehr kritisch hinterfragt werden. Obligationenneuanlagen sind nur sehr selektiv zu tätigen. Im Gegenzug würde ich freie Mittel auf Konti «parken» und in Schritten die Aktienquote mit erstklassigen und renditestarken Qualitätsaktien erhöhen.
Haben Sie Fragen oder Probleme? Bitte nehmen Sie Kontakt auf unter Tel. 062 871 66 96 oder lukas.ruetschi@ruetschi-ag.ch. Schriftliche Fragen an Lukas Rüetschi c/o Rüetschi Zehnder AG, eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstr. 43, 5070 Frick. Fragen werden selbstverständlich diskret behandelt.

 
Die Montignac-Diät und der glykämische Index Drucken E-Mail
Freitag, den 13. August 2010 um 00:00 Uhr

Ute Brodmann
Autorin, Beraterin für energetische Ernährung, Brodmann & Brodmann. entwicklungsimpulse, Zeihen


Seit etwa 20 Jahren wird immer wieder behauptet, dass die Menschen in den Industrienationen zunehmend zu Übergewicht neigen. Ob das stimmt oder nicht, sei mal dahingestellt, in jedem Fall hat es zu vielen verschiedenen Diätansätzen geführt, die alle zum Ziel haben, abzunehmen und das Gewicht zu halten. Neben zahlreichen, zum Teil haarsträubenden Diätformen, gibt es aber auch solche, die Hand und Fuss haben und deren Wirksamkeit sich in den letzten 10 Jahren gezeigt hat. Eine davon ist die Methode nach Michel Montignac. Das Prinzip ist einfach und ähnelt teilweise der Trennkost. Das Zauberwort heisst glykämischer Index, ein Mass für die Menge von einfachen Zuckerarten, die ein Nahrungsmittel enthält. Je mehr einfacher Zucker in einem Nahrungsmittel enthalten ist, desto schneller kann es Energie liefern. Allerdings führt ein hoher Zuckeranteil auch zu erhöhter Insulinausschüttung, und das Insulin hilft nicht nur dem Zucker in die Zellen sondern auch dem Fett. Verzehrt man also überwiegend Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index, wird man schneller zu Übergewicht und damit verbundenen Gesundheitsrisiken neigen. Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index sind zum Beispiel Weissbrot (viel Stärke), Zucker, Kartoffeln, Mais, Karotten, Pizza oder Limonade. Die meisten Gemüse und Früchte haben einen niedrigen glykämischen Index. Fleisch, Fisch, Eier und Öl enthalten keine oder sehr wenig Kohlehydrate und haben daher auch einen niedrigen glykämischen Index.
Die Empfehlung ist, Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index zu vermeiden, insbesondere in Verbindung mit Fett, denn, wie schon gesagt, der Zucker bringt mit Hilfe von Insulin auch das Fett in die Zellen und führt so zu Gewichtszunahme. Schaut man die Nahrungsmittel an, sieht man schnell, dass vor allem stark gezuckerte oder stark raffinierte Produkte auf der Vermeiden-Seite stehen, was ja für eine ausgewogene Ernährung durchaus sinnvoll ist. Anders als vor allem in Amerika verbreiteten Diäten, die generell den Verzicht auf Kohlehydrate propagieren, weist Montignac jedoch auf die Notwendigkeit von Kohlehydraten hin. Allerdings sollten diese aus Vollkornprodukten kommen (die haben einen mittleren glykämischen Index) und immer mit Gemüse oder Obst kombiniert werden, um den Gesamt-Index einer Mahlzeit möglichst niedrig zu halten. Auf diese Weise darf es dann auch einmal Weissbrot sein, wenn man es zum Beispiel mit Tomaten oder Gurken kombiniert. Wenn Sie also Risotto (Kohlehydrat mit hohem Index in Verbindung mit Fett) essen, dann sollten Sie einen grossen Salat, Spinat, Pilze oder eine klare Gemüsesuppe dazu verzehren.
Energetisch gesehen ist diese Methode durchaus sinnvoll, insbesondere da sie vom Verzehr stark gezuckerter und raffinierter Nahrungsmittel abrät. Wichtig ist jedoch bei der Auswahl und Kombination der Nahrungsmittel die thermische Wirkung zu berücksichtigen, denn es ist nicht damit getan, einfach nur Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index zu essen. Das könnte bei ungeschickter Kombination zu Kälte im Verdauungstrakt und gestörter Verdauung führen, was übrigens auch eine häufige Ursache für Übergewicht ist.
Wie die meisten Diätformen funktioniert auch diese, wenn man sich an die Regeln hält, für etwa 60% der Menschen gut und für die anderen nicht. Berücksichtigt man neben dem glykämischen Index auch die individuelle Konstitution und die thermische Wirkung der Nahrungsmittel, wird sie für fast alle Menschen funktionieren, nicht nur zum Abnehmen, sondern auch als tägliche Ernährungsform.
Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an ute.brodmann@entwicklungsimpulse.ch oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen, und besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

 
Kann man nun allen Banken wieder trauen? Drucken E-Mail
Dienstag, den 03. August 2010 um 17:52 Uhr

Lukas Rüetschi
eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Ende September ist es zwei Jahre her als die Bankenwelt völlig durchgeschüttelt wurde. Der Zusammenbruch von Lehman Brothers brachte den Interbankenhandel (das Leihen und Verleihen der Banken untereinander) zum Erliegen. Das jahrelange fast blinde Vertrauen in bekannte westliche Banken war auf einen Schlag verloren. Die Zirkulation des Geldes war stark eingeschränkt und teilweise sogar unterbrochen. Einzig Staatsbanken genossen noch einigermassen Vertrauen. Diverse Stützungsmassnahmen brachten das Vertrauen ganz langsam wieder zurück. Aber auch zwei Jahre nach dem Vorfall haben wir das Vorkrisenniveau nicht mehr ganz erreicht. Man ist viel kritischer geblieben. Vor rund zwei Wochen wurden nun auch noch die Resultate der «Stress­tests» der Aufsichtsbehörden in Europa publiziert. Die bekannten und wichtigen Banken in Europa stehen wieder vernünftig da. Die heutige ­Eigenkapitalbasis wird auch einem weiteren möglichen Sturm standhalten. Für die Schweizer Grossbanken gelten sogar noch höhere Anforderungen. Das teilweise verlorene Vertrauen ist langsam wieder am Wachsen und in wenigen Jahren werden sich bereits viele Kunden nur noch vage an die Vergangenheit erinnern. Fazit: In Europa und der Schweiz sehe ich in den bekannten Banken kein grösseres Problem mehr. Längerfristig ist es aber weiterhin sinnvoll, bei grösseren Beträgen sein erspartes Geld auf zwei Banken zu platzieren respektive irgendwo anders noch einen kleinen «Notgroschen» zu haben.
Kommt bereits die nächste Rezession?
Pessimisten sehen in den nächsten Monaten eine zweite Rezession auf uns zukommen. Ist das realistisch? Richtig ist, dass sich das Wachstum in den letzten drei Monaten verlangsamt hat. Dies ist aber auch nicht wirklich erstaunlich, wurde die Wirtschaft im Jahr 2009 vor allem mit riesigen staatlichen Konjunkturprogrammen (beispielsweise Verschrottungsprämien bei Autos in Deutschland) gestützt. Diese Programme sind nun zu einem grösseren Teil ausgelaufen oder kurz vor ihrem Ende. Die Wirtschaft kann nun nicht mehr auf diesen zusätzlichen Sauerstoff zählen, hält sich aber ohne nun recht flott. Die Verunsicherung ist aber immer noch recht hoch. War das ganze Wirtschaftswachstum nur ein kurzes, heftiges Strohfeuer oder nicht? Persönlich glaube ich nicht an ein schnelles Wiederabsacken der Wirtschaft. Möglicherweise müssen wir uns auf eine Periode von schwachem Wachstum einstellen. Dieser Gesundungsprozess kann zwei, drei Jahre dauern. Ganz genau weiss das aber wie immer niemand. Für mich beginnen langsam die positiven Aspekte einen leichten Überhang zu gewinnen und man versucht aktiv, gewisse Fehler und Übertreibungen der Vergangenheit zu bekämpfen. Dazu gehört die masslose Schuldenmacherei einiger Staaten; Staatshaushalte, welche mehr Wunschvorstellungen als den wirklichen Möglichkeiten entsprechen und natürlich auch die Selbstbedienungsmentalität etlicher Manager in Grossfirmen. Nicht, dass nun alles bereits besser ist. Aber man ist sich der Probleme teilweise bewusst und darf sie auch diskutieren und angehen, ohne dass es politisch völlig unkorrekt ist.
Haben Sie Fragen oder Probleme? Bitte nehmen Sie Kontakt auf unter Tel. 062 871 66 96 oder lukas.ruetschi@ruetschi-ag.ch. Schriftliche Fragen an Lukas Rüetschi c/o Rüetschi Zehnder AG, eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstr. 43, 5070 Frick. Fragen werden selbstverständlich diskret behandelt.

 
Muss ich mit amerikanischen Wertschriften in den USA Erb­schaftssteuern zahlen, obwohl ich nicht Amerikaner bin? Drucken E-Mail
Montag, den 19. Juli 2010 um 15:34 Uhr

Lukas Rüetschi
eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch


Da würde wahrscheinlich jedermann «NEIN, natürlich nicht!» sagen, wenn man nicht amerikanischer Bürger ist, dort Wohnsitz oder eine Aufenthaltsbewilligung hat. Gemäss einem amerikanischen Gesetz ist aber der blosse Besitz von amerikanischen Wertschriften genügend, um in den USA im Todesfall erbschaftssteuerpflichtig zu sein. Wenn jemand also ein paar Microsoftaktien im Depot hält, müsste im Todesfall dies gemeldet werden und es gäbe darauf Erbschaftssteuern. Natürlich macht dies niemand freiwillig. Gemäss QI Agreement (Qua­lified Intermediary Agreements) müssen viele Schweizer Banken gewisse Daten den amerikanischen Behörden melden. Bis jetzt war mir persönlich kein solcher Fall der Erbschaftssteuer bekannt. Gewisse Artikel in der Presse weisen aber darauf hin, dass das Risiko grösser werden könnte, da der stark verschuldete amerikanische Staat zusätzliche Geldquellen erschliessen muss. Kurzfristig sehe ich für Schweizer Privatanleger, welche als kleine Beimischung amerikanische Wertschriften halten, keine grossen Risiken. Wird aber das QI-Agreement verschärft, dann muss man sich ernsthaft überlegen, ob man gewisse Titel noch direkt halten möchte. Gemäss Rückfrage bei zwei Banken, wurde bis jetzt aber das QI-Abkommen (noch) nicht verschärft. Diese Angelegenheit zeigt (wie auch das aggressive Vorgehen der deutschen Behörden) auf, dass sich die Gangart einiger Länder massiv verschärft hat und um jeden Preis (teilweise auch mit illegalen Methoden) neue Geldquellen erschlossen werden müssen.
Sind Wandelobligationen keine Alternative?
Diese Frage bekam ich von einem Leser auf meinen letzten Artikel, in welchem ich Alternativen zu Aktien und Obligationen aufgezeigt habe. Wandelobligationen hatte ich nicht speziell erwähnt, da diese für mich eine Untergruppe der Obligationen darstellen. Einige Anleger sehen in Wandelobligationen (oder englisch convertible oder exchangeable bonds) eine eigene Anlageklasse. Gute Wandelobligationen erfüllen oftmals die Bedürfnisse von konservativeren Anlegern. Nach «unten» (Kursrückgänge) ist man recht gut geschützt und nach oben (Kursgewinne) teilweise dabei. Dies gilt aber nur, wenn die Bonität (Zahlungsfähigkeit) des Schuldners gut ist und der Kurs der Obligation nicht weit von 100 % weg ist. Leider ist das Angebot an guten Wandeloblis in Schweizer Franken aber bescheiden. Sobald man auf andere Währungen ausweichen muss, kommt ein Währungsrisiko dazu und die ­Gesamtkosten steigen wegen des Währungswechsels. Wandelobligationen oder Wandelobligationenfonds sind als grössere Beimischung sehr geeignet.
Haben Sie Fragen oder Probleme? Bitte nehmen Sie Kontakt auf unter Tel. 062 871 66 96 oder lukas.ruetschi@ruetschi-ag.ch. Schriftliche Fragen an Lukas Rüetschi c/o Rüetschi Zehnder AG, eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstr. 43, 5070 Frick. Fragen werden selbstverständlich diskret behandelt.

 
Getränke aus energetischer Sicht Drucken E-Mail
Dienstag, den 13. Juli 2010 um 08:04 Uhr

Ute Brodmann
Autorin, Beraterin für energetische Ernährung, Brodmann & Brodmann. entwicklungsimpulse, Zeihen


Scheinbar hat uns der Sommer doch nicht ganz im Stich gelassen. Wenigstens ein paar warme Tage durften wir geniessen. Gleichzeitig mit dem warmen Wetter meldet sich auch vermehrt der Durst, denn wir schwitzen mehr und der Körper braucht deshalb mehr Flüssigkeit. Aber was trinkt man am Besten? Wie Nahrungsmittel hat auch jedes Getränk eine energetische Wirkung auf den Organismus, die wir geschickt einsetzen können, um Durst zu löschen, den Körper vor Hitze zu schützen oder auch das Verdauungssystem zu unterstützen. Wasser zum Beispiel wirkt kühlend und erfrischend, dazu muss es nicht einmal kalt sein. Über den Sinn und Unsinn eiskalter Getränke können Sie im Ratgeber Juni 2009 nachlesen. (Wie immer können Sie den bei mir beziehen, wenn Sie ihn nicht aufgehoben haben.) Wasser eignet sich daher als Sommergetränk, denn bei äusserer Hitze wollen wir den Körper schützen und erfrischen. Eistee, Cola, Limonade und andere zuckerhaltige Getränke kühlen zwar zunächst auch, sie löschen aber nicht dauerhaft den Durst, da der Zucker Feuchtigkeit im Organismus bindet und so eine gleichmässige Verteilung verhindert. Die Folge ist vermehrter Durst. Einen ähnlichen Effekt haben Kaffee und Tee (schwarzer und grüner) allerdings nicht wegen des Zuckergehalts sondern weil sie Feuchtigkeit transformieren. Damit wird Feuchtigkeit aus dem Organismus ausgeleitet. Dies kann eine gewollte Wirkung sein, wenn sich Feuchtigkeit im Gewebe angesammelt hat, es kann aber auch zu vermehrtem Durst führen, wenn keine überschüssige Feuchtigkeit vorhanden ist. Die aufmunternde Wirkung von Kaffee und Tee ist übrigens auch auf diese trocknende Wirkung zurückzuführen, denn zu viel Feuchtigkeit macht müde und träge. Fruchtsäfte enthalten, je nach Frucht, zum Teil mehr Zucker als Eistee. Dabei handelt es sich zwar um Fruchtzucker, der vom Körper besser aufgenommen werden kann, aber das ändert nichts an der energetischen Wirkung (und schon gar nicht an den Kalorien). Fruchtsäfte befeuchten und, je nach Frucht, erfrischen sie mehr oder weniger. Apfelsaft erfrischt mehr als Traubensaft obwohl der Zuckergehalt ähnlich ist. Fruchtsaft enthält viele Nährstoffe und ist daher fast schon ein Nahrungsmittel und als Durstlöscher nicht so geeignet. Allerdings kann man Fruchtsaft gut mit Wasser mischen und so den hohen Nährstoffgehalt mindern und die Durst löschende Eigenschaft verstärken. Auch Kräuter- und Früchtetee erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten, denn Kräuter haben eine eigene energetische Qualität, die bei Dauergebrauch zu ungewollten Wirkungen führen kann. Früchtetees aus getrockneten Fruchtstücken oder Schalen sind im Sommer empfehlenswert sofern sie nicht mit Zimt, Nelken, Ingwer oder einem anderen scharfen Gewürz gemischt sind. Die Gewürztees eignen sich generell mehr für den Winter. Bei Kräutern unterscheidet man wärmende, bewegende und zum Teil auch trocknende Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Ingwer, und viele Gewürze, die man allerdings selten in Teemischungen findet, und kühlende, reinigende oder schweisstreibende Kräuter, die man häufig in Teemischungen vorfindet. Wer also gern Kräutertee trinkt, sollte diesen nicht zu stark aufbrühen und ab und zu die Mischung wechseln. Natürlich kann man auch eine persönliche Mischung zusammenstellen lassen, die neben Durst löschenden auch therapeutische Eigenschaften hat.
Milch ist kein Getränk, sondern ein Nahrungsmittel. Der Nährstoffgehalt ist sehr hoch im Vergleich zu Wasser und Milch sättigt auch viel mehr, denn sie enthält nicht nur Wasser sondern auch Zucker, Fett und Eiweiss in grösseren Mengen. Daher kommt auch das oft beobachtete Phänomen, dass Kinder, die viel Milch trinken, nicht essen mögen. Ein sehr angenehmes Sommergetränk ist das indische Lassi, ein mit Wasser vermischter Joghurt, der mit Früchten oder Gewürzen aromatisiert wird. Es wird verwendet, um scharfe Curries auszugleichen, wirkt kühlend und beruhigend und kann auch mal als Ersatz für ein Mittagessen dienen.
Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an ute.brodmann@entwicklungsimpulse.ch oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen, und besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

 
Halbjahreszwischenbilanz Drucken E-Mail
Mittwoch, den 07. Juli 2010 um 11:21 Uhr

Lukas Rüetschi
eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Grob gesagt, haben sich die Aktienmärkte pro Saldo nur minimal bewegt. Nach der Aufwärtsbewegung in den ersten Monaten kam im Mai die Korrektur und wir bewegen uns grob auf dem Niveau wie Anfang Januar. Stark verändert hat sich devisenseitig der Euro, welcher rund 9 % verloren hat. Im Gegenzug hat aber der US-Dollar um rund 4 % zugelegt. Fast nur eine Seite kannte der Goldpreis, welcher Mitte Juni ein neues Hoch von rund 1265 Dollar pro Unze erreichte. Auf der Zinsseite sehen wir nochmals leicht tiefere Zinsen. Für Schuldner erstklassiger Qualität erhält man auf 3 Jahre noch gut 1 %. Die Zinsen für kurze Laufzeiten sind bei null %. Gesamthaft also kein leichtes Unterfangen, als Anleger eine Rendite zu erzielen, welche in der Nähe des zu erwartenden Mittels liegt. Kurzfristig wird es schwierig, diesen Kanal zu verlassen. Einige Sonnenstrahlen kämpfen mit den Gewitterwolken der Staatsverschuldung. Wie schon früher gesagt, glaube ich aber, dass wir mit der Bekämpfung der Schuldenwirtschaft zwar harte Zeiten bekommen, dies aber längerfristig der einzige Weg aus der Sackgasse ist.
Was sind die Alternativen zur klassischen Vermögensverwaltung mit Aktien und Obligationen?
Die Renditen klassischer, diversifizierter Aktien- und Obligationenanlagen waren über die letzten 10 Jahre bescheiden. Die Verlockung ist gross, lukrative Alternativen zu suchen. Was gibt es für Möglichkeiten und was ist zu beachten:
1. Immobilien: Sicher teilweise eine Alternative und als Beimischung geeignet. Das Risiko wird aber meist unterschätzt, da man mögliche Preisschwankungen erst bei einem Verkauf sieht. Das Risiko von Immobilien ist vereinfacht irgendwo zwischen Aktien- und Obligationenrisiko einzustufen (hängt natürlich vom Einzelfall ab), ist aber meist näher beim Aktienrisiko.
2. Alternative Anlagen (Hedge Funds und Private Equity): Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Anlagen auch nicht das Wundermittel sind und sich in Krisen auch nicht von den negativen Renditen der Aktien komplett lösen können. Ich verteufle diese Anlagen aber auch nicht. Für mich bleibt es eine kleine Beimischung im Bereich von 5 bis maximal 10 %.
3. Rohstoffanlagen. Hier gilt Ähn­liches wie bei den alternativen An­lagen. Als kleine Beimischung zu ­Diversifikationseffekten geeignet. Viele Versprechungen der Vergangenheit konnten bis jetzt nicht bewiesen werden.
4. Gold und Silber sind die Überflieger der letzten fünf Jahre und sind auch dann gestiegen, als sich die Aktienmärkte beruhigten. Diese Edelmetalle suggerieren Sicherheit für alle Fälle. Auch hier kann eine kleine Beimischung nicht schaden. Trotzdem bleibe ich vorsichtig. Ein klarer Massentrend ist zu erkennen. Aus meiner Sicht fährt der Schnellzug schon sehr schnell. Wenn nicht das weltweite Finanzsystem kollabiert, dann wird diese Hausse über kurz oder lang ein jähes Ende nehmen.
5. Devisenanlagen: Für mich keine wirkliche Anlagekategorie. Es gibt zwar ein paar seriöse Anbieter und Fonds. Diese sind aber spärlich gesät. Als Beimischung einen Teil der Obligationen in Fremdwährungen halten, das kann durchaus Sinn machen. Wichtig ist aber, dass in Krisen der Franken fast immer zulegt und man als Schweizer Anleger dann Kursverluste verbuchen muss.
6. Strukturierte Produkte: Gezielt eingesetzt können einzelne Produkte Sinn machen. Bitte das Bonitätsrisiko nicht vergessen und sich auch die weiteren Risiken genau erklären lassen. Meist sind diese Produkte auch relativ teuer.
7. «Notgroschen». Gegen einen kleinen Notgroschen in Form einer Bargeldreserve spricht nichts und macht auch in diesem Umfeld Sinn. Bitte aber nicht zu Hause unter der Matratze deponieren.
Fazit: Guter Rat ist teuer. Die vermeintlichen Alternativen sind für mich nur teilweise im kleinen Rahmen eine Alternative. Bleiben Sie vorsichtig bei neuen oder alten Wundermitteln. Meist sind diese auch nicht viel besser und zudem noch teilweise sehr teuer. Leider verspricht auch die Finanzwerbung oft viel zu viel.
Haben Sie Fragen oder Probleme? Bitte nehmen Sie Kontakt auf unter Tel. 062 871 66 96 oder lukas.ruetschi@ruetschi-ag.ch. Schriftliche Fragen an Lukas Rüetschi c/o Rüetschi Zehnder AG, eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstr. 43, 5070 Frick. Fragen werden selbstverständlich diskret behandelt.

 
Muss ich für den Pflegeheimaufenthalt meines Vaters aufkommen? Drucken E-Mail
Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 10:24 Uhr

Domenico Giglio, lic. iur., Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG, Pratteln und Frick


Mit dieser Frage gelangte kürzlich ein jüngerer Herr zu mir. Sein betagter und kranker Vater sei vor kurzem in ein Pflegeheim verlegt worden und die Sozialbehörde, welche die Kosten derzeit vorschiesse, habe sich an ihn gewandt und ihm mitgeteilt, dass nun ein allfälliger Rückgriff auf ihn und seine Geschwister geprüft werden müsse.
Tatsächlich hat der Gesetzgeber in Art. 328 und Art. 329 ZGB festgehalten, dass die direkten Nachkommen unterstützungspflichtig sind, sofern sie selber in günstigen finanziellen Verhältnissen leben. Insofern kann es durchaus sein, dass die Kinder und sogar die Enkelkinder von pflegebedürftigen Menschen für die im Rahmen ihrer Möglichkeiten liegenden Fehlbeträge aufkommen müssen. Nicht unterstützungspflichtig sind hingegen die Geschwister, Stiefeltern und Stiefkinder der pflegebedürftigen Person. Zudem ist gemäss Art. 329 Abs. 2 ZGB die Unterstützungspflicht in besonderen Umständen (z.B. schweres Verbrechen gegenüber der pflichtigen Person oder einer dieser nahe verbundenen Person, grobe Verletzung familienrechtlicher Pflichten gegenüber der pflichtigen Person oder deren Angehörigen) zu ermässigen oder gar aufzuheben.
In der Regel werden Verwandte mit einem Einkommen inklusive Anteil Vermögensverzehr von weniger als Fr. 120’000.– pro Jahr, bei Verheirateten Fr. 180’000.–, von den Sozialbehörden nicht belangt. Zudem wird für jedes sich in Ausbildung befindliche Kind ein Zuschlag von Fr. 20’000.– gewährt. Die Unterstützungsbeiträge sind grundsätzlich solange zu leisten, wie die bedürftige Person unterstützt werden muss, wobei der maximal zu leistende Unterstützungsbeitrag den gesamthaft bezogenen Unterstützungen entspricht. Da der Aufenthalt in einem Alters- oder Pflegeheim je nach Pflege- und Betreuungsaufwand einer betroffenen Person ohne weiteres Kosten von Fr. 5000.— bis Fr. 10’000.— pro Monat verursachen kann, erstaunt es nicht, dass in Zeiten leerer Gemeindekassen die Sozialbehörden einen Rückgriff auf das Vermögen der Kinder in Betracht ziehen. Dabei sind die Sozialbehörden in der Regel bestrebt, die Unterstützung von Verwandten aufgrund von gegenseitigen Absprachen erhältlich zu machen. Führen die Verhandlungen zu keiner Einigung, was oftmals darauf zurückzuführen ist, dass die grundsätzliche Pflicht zur Verwandtenunterstützung strittig ist, muss die Sozialbehörde ihre Forderung auf dem Klageweg geltend machen. Unzulässig ist hingegen, den Unterstützungsbeitrag per Verfügung festzulegen.
Hinweis: Schriftliche Fragen richten Sie bitte an: Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG, Hauptstrasse 19, 5070 Frick (Leser aus dem Aargau), bzw. Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln (Leser aus dem Kanton Basel-Landschaft). Ihre Fragen werden selbstverständlich diskret behandelt.

 
Trends im Immobilienmarkt Drucken E-Mail
Mittwoch, den 23. Juni 2010 um 11:09 Uhr

Lukas Rüetschi
eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch


An dieser Stelle möchte ich einmal ein paar Trends und Themen des Immobilienmarktes aufgreifen, welche in den letzten Jahren zum wirklichen Thema geworden sind.
1. Energie
Hier sind die Stichworte Minergie, Minergie-P oder Passivhäuser zu erwähnen. Was vor 10 Jahren nur ­Freaks bekannt war, wird langsam bei einem breiteren Publikum zum Thema oder sogar zum Standard. Obwohl moderne Ölheizungen äusserst effizient sind, ist der Trend zu Wärmepumpen ungebrochen und Öl im Neubau kaum mehr existent. Der Boom zu Holzheizungen scheint mir bereits wieder etwas abzuflachen. Der Unterhalt einer solchen Anlage ist sicherlich mit mehr Aufwand verbunden. In den letzten Jahren kommen Solaranlagen, meist zur Gewinnung von Warmwasser, immer mehr zum Einsatz.
2. Verdichtetes Bauen
Vor 20 Jahren hatte ein «richtiges» Einfamilienhaus 8 bis 12 Aren (800 bis 1200 m2) Umschwung. Heute gibt man sich mit 4,5 bis 6,5 a zufrieden. Bei Doppeleinfamilienhäuser sind die Parzellen meist sogar nur 3 bis 3,5 a und bei Reihenhäusern 1,5 bis 2,5 a. Dies aus zwei Hauptgründen: Einerseits ist Bauland eine limitiertes Gut und an vielen guten Lagen nur noch spärlich vorhanden und deshalb teuer geworden. Anderseits hat sich der Fokus bei vielen Leuten geändert. Man hat lieber mehr Wert im Haus (sprich eine tolle Küche oder luxuriöse Bäder) als viel Land. Zudem möchte man nicht den ganzen Samstag mit Rasenmähen oder sonstigen Gartenarbeiten verbringen.
3. Wohnen im Alter
Wohnkonzepte für das Alter boomen. Was vor 10 bis 15 Jahren in ländlichen Regionen kaum vorstellbar war, wird auch hier zum klaren Trend. Die Wohnbedürfnisse werden dem Lebensabschnitt, wenn möglich und finanzierbar, angepasst. Dies sieht man auch an der Entwicklung von Stockwerkeigentum und Alterswohnungen. Diese Wohnformen erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Möglichst lange möglichst flexibel bleiben, ist bei vielen Leuten ein grosser Wunsch. Auch teilweise in diesem Zusammenhang muss man die Renaissance der Terrassenhäuser sehen. Diese Wohnform bietet meist Wohnen auf einer Etage in Kombination mit Aussicht und einem Lift an. Man hat die Vorteile eines Hauses, ohne einige Nachteile zu haben.
4. Einwanderung
Die Schweiz ist den letzten drei Jahren vor allem für deutsche Fachkräfte sehr attraktiv geworden. Meist wird in der ersten Phase gemietet und später Wohneigentum gekauft. Dies hat zu einer vermehrten Nachfrage im mittleren oder höheren Preissegment geführt. Ohne diese zahlenmässig substantielle Einwanderung wäre der Bauboom der letzten drei bis vier Jahre kaum möglich gewesen respektive nie absorbiert worden.
5. Gewisse Übertreibungen – im Fricktal aber kaum ein Thema
Die extreme Fokussierung auf Immobilien in der Nähe von Zentrumsgemeinden und Städten oder steuergünstige Gebiete hat in diesen Gebieten zu Preisanstiegen geführt, welche weit über eine natürliche Teuerung hinaus gehen. Ob diese Anstiege nachhaltig sind, wird die Zukunft weisen. Bei uns sehen wir bis jetzt solche Tendenzen aber erst im Ansatz und auch nur in den ganz wenigen Topgemeinden. Die Spreu trennt sich immer mehr vom Weizen. «Gutes» wird noch teurer und weniger Gesuchtes bleibt schwierig.
Haben Sie Fragen oder Probleme? Bitte nehmen Sie Kontakt auf unter Tel. 062 871 66 96 oder lukas.ruetschi@ruetschi-ag.ch. Schriftliche Fragen an Lukas Rüetschi c/o Rüetschi Zehnder AG, eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstr. 43, 5070 Frick. Fragen werden selbstverständlich diskret behandelt.

 
Wieviel trinken? Drucken E-Mail
Mittwoch, den 16. Juni 2010 um 08:41 Uhr

Ute Brodmann
Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann. entwicklungsimpulse, Zeihen


Kürzlich machte mich eine Leserin darauf aufmerksam, dass ich zum Thema Trinken noch keinen Ratgeber geschrieben habe. Da das Thema recht umfassend ist, werde ich es in zwei Teile gliedern. Heute geht es grundsätzlich um Trinken und Flüssigkeitsbedarf, nächsten Monat werde ich Getränke etwas genauer unter die Lupe nehmen.
Die Empfehlung, täglich 2 bis 3 Liter Wasser zu trinken, hält sich hartnäckig, obwohl selbst die Wissenschaft das inzwischen relativiert. Die Begründung für die Empfehlung ist, dass der Körper zu zirka 50 % aus Wasser besteht und pro Tag etwa drei Liter davon «verbraucht». Das Wasser wird ausgeschieden über die Atmung, die Haut und natürlich die Blase. Die drei Liter beziehen sich auf eine gesunde Durchschnittsperson mit zirka 70 kg Gewicht. Und wie immer, wenn etwas verallgemeinert wird, ist auch dies eine Empfehlung, die statistisch zwar richtig sein mag, im Einzelfall aber kritisch hinterfragt werden sollte. Je nach Grösse, Gewicht, Konstitution und Aussentemperatur verliert ein Erwachsener pro Tag zwischen 1,5 und 3,5 Liter Flüssigkeit. 1,5 bis 3,5 Liter Körperflüssigkeit ersetzen ist allerdings nicht gleichbedeutend mit die gleiche Menge Wasser trinken, denn das Verdauungssystem extrahiert auch Flüssigkeiten aus nicht flüssigen Nahrungsmitteln. Fast alle Nahrungsmittel haben einen mehr oder weniger grossen Wasseranteil und tragen somit zum Ersetzen der verlorenen Körperflüssigkeiten bei. Das heisst, je nachdem, welche Nahrungsmittel und in welcher Menge man zu sich nimmt, braucht man mehr oder weniger zusätzliche Flüssigkeit. Dazu zählen übrigens auch Kaffee, Tee oder sonstige Getränke, die ja auch zum grössten Teil aus Wasser bestehen. Sie sehen, wenn man das alles von den 1,5 bis 3,5 Litern abzieht, bleibt nicht mehr viel übrig.
Zusätzliche Flüssigkeit, die aufgenommen wird, muss vom Organismus zusätzlich verarbeitet werden. Das bedeutet Arbeit für das Verdauungssystem und vor allem für die Nieren, die alle im Körper befindliche Flüssigkeit regelmässig filtern. Und was passiert mit der Flüssigkeit, die nicht benötigt wird, um verbrauchte Körperflüssigkeiten zu ersetzen? Nun, im besten Fall wird sie über die Blase ausgeschieden. Häufiger allerdings kommt es vor, dass sie im Gewebe eingelagert wird. Bis zu einem gewissen Grad ist Feuchtigkeit im Gewebe durchaus erwünscht, wenn es aber zu viel wird, wird das Körpergewebe schwammig und man nimmt an Gewicht zu.
Jetzt fragen Sie sich vermutlich, wie Sie einfach selber feststellen können, wie viel Flüssigkeit Sie brauchen oder wie Sie die inzwischen eingelagerte Flüssigkeit wieder loswerden. Auf die erste Frage habe ich eine allgemein gültige Antwort für Sie, die zweite erfordert individuelle Massnahmen.
Ihr Körper weiss am besten, ob er Flüssigkeit braucht und sagt Ihnen das auch, nämlich indem Sie Durst bekommen. Trinken Sie also, wenn Sie Durst verspüren und dann nicht grosse Mengen, sondern ein kleines Glas Wasser. Ausser über den Durst signalisiert der Körper auch mangelnde Flüssigkeit, indem die Haut und die Schleimhäute trocken werden oder der Urin dunkler wird. Wobei es dazu gar nicht kommen sollte, wenn Sie trinken, wenn Sie Durst haben. Dieser Regelkreis funktioniert aber nur dann einwandfrei, wenn der Körper gesund ist und nicht durch andere Einflüsse belastet wird.
Sie sehen, die allgemeine Trinkempfehlung ist im Einzelfall recht fragwürdig. Aus energetischer Sicht ist es ohnehin nicht sinnvoll, grosse Mengen Wasser zu trinken, da Wasser, selbst wenn es gekocht ist, eine kühlende Wirkung hat. Diese kühlende Wirkung ist angenehm und angebracht, wenn es in der Umgebung warm ist und auch dann nur in kleinen Mengen. Andernfalls wird das Verdauungssystem geschwächt und damit auch die Fähigkeit, Nährstoffe aus der Nahrung zu gewinnen. So kann das Trinken von zu viel Wasser letztlich zu einer Unterfunktion des Verdauungssystems und mangelnder Nährstoffversorgung führen.
Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an ute.brodmann@entwicklungsimpulse.ch oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen, und besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

 
Rascher und heftiger Rückschlag Drucken E-Mail
Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 07:46 Uhr

Lukas Rüetschi
eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Einmal mehr bestätigt sich die Erfahrung: Wenn es an den Märkten runter geht, dann schnell und hektisch. Mühsam haben wir in den letzten Monaten einige Prozente gewonnen. In gut zwei Wochen ist alles wieder weg. Der Optimismus ist rasch wieder in Unsicherheit und Angst übergegangen. Natürlich sind wir weit weg von der miesen Stimmung Anfang 2009. Die Schuldenkrise in Griechenland und weiteren Ländern und die dadurch ausgelösten Währungsschwankungen haben den Risikoappetit wieder stark gehemmt. Die Sonne scheint zwar immer noch (die Wirtschaft ist wieder am Wachsen), man sieht aber wieder die dunkleren Wolken, welche eigentlich schon längere Zeit erkennbar gewesen wären (Staaten, welche lange Zeit über ihren Möglichkeiten gelebt haben usw.). Die Zeiten sind schwierig. Aber ehrlich gesagt, Geld sicher und gewinnbringend anlegen, ist fast immer schwierig. Wenn man nur investiert, wenn alle Signale auf Grün stehen, dann wird man längerfristig wahrscheinlich oft zu sehr hohen Preisen kaufen. Auch wenn man immer in unsicheren Zeiten aussteigt, wird man wahrscheinlich die meisten Aufschwünge verpasst haben. Einmal mehr kann ich nur meine Ratschläge wiederholen: Nicht aggressiv investieren, diversifizieren, also stark streuen und versuchen, seine längerfristige Strategie durchzuziehen. Also keine Vollgas- oder Handbremsepolitik betreiben. Wenn es gelingt, die extremen Reaktionen und meist extremen Fehler auszuschalten, dann hat man schon sehr viel gewonnen.
Ist der Euro tot?
Nein, ich glaube nicht. Vor einem Jahr hat man den amerikanischen Dollar fast tot geredet. Der Euro wurde überall als die neue Weltwährung schlechthin gewertet. Ich habe mehrmals an dieser Stelle gesagt, dass der USD zwar schwach ist und seine Probleme hat, der Euro nicht so stark ist wie viele gedacht haben. Die Probleme mit der Verschuldung einiger Euro-Staaten sind nicht erst seit vier oder fünf Wochen bekannt. Auch war schon lange bekannt, dass gewisse Aufnahmekriterien nur mit Betrügereien erfüllt wurden und dass die Budgetdisziplin klein war. Der Euro wird noch längere Zeit eher unter Druck sein. Ich glaube aber nicht, dass er kurzfristig auseinander fällt. Vielleicht müssten sich die Politiker aber mal überlegen, wie lange man notorische Regelverletzer stützt. Wenn man eine starke und stabile Währung will, dann muss man auch klare Signale aussenden. Vielleicht sind gewisse Exportländer aber ganz froh, wenn der Euro günstiger wird. So können sie die Konkurrenzfähigkeit rasch verbessern. Dies sicher zu Lasten der USA aber auch der Schweiz.
Fazit: Als Beimischung kann man einen Teil der Anlagen in Euro behalten. Nur wer Fremdwährungen stark übergewichtet hat, sollte über die Bücher gehen.
Afrika – Potential oder zu unsicher?
Dieser Kontinent hat theoretisch das grösste Aufholpotential und verfügt zudem über enorme Reserven an Rohstoffen. Im Gegenzug gibt es kaum eine Region auf dieser Welt, welche so instabil und fragil ist. Bürgerkriege, diktatorische Regierungen und Korruption gepaart mit Rechtsunsicherheit sind leider immer noch sehr verbreitet. Keine ­guten Anlagebedingungen. Relativ früh sind chinesische Firmen wegen den Bodenschätzen auf den Zug aufgesprungen und haben sich günstige Gelegenheiten gesichert. Für Investitionen braucht es aber sicher sehr, sehr viel Geduld und Rückschläge werden zur Tagesordnung gehören. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Afrika längerfristig wirklich «entdeckt» wird und wirk­liches Anlagethema wird. Für mich als ganz kleine Beimischung über ein breit abgestütztes Produkt (z.B. EFT) ist Afrika durchaus vorstellbar. Man muss aber den Betrag im Notfall auch abschreiben können.
Haben Sie Fragen oder Probleme? Bitte nehmen Sie Kontakt auf unter Tel. 062 871 66 96 oder lukas.ruetschi@ruetschi-ag.ch. Schriftliche Fragen an Lukas Rüetschi c/o Rüetschi Zehnder AG, eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstr. 43, 5070 Frick. Fragen werden selbstverständlich diskret behandelt.

 
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