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Elefantenkuh Ruaha im Zoo Basel gestorben |
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Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 11:05 Uhr |
Ruaha, die älteste in einem Zoo lebende Afrikanische Elefantenkuh, ist in der Nacht auf Donnerstag, 29. Juli, im Zoo Basel altershalber gestorben. Ihr Alter wurde auf 59 Jahre geschätzt. 1952 kam sie vermutlich einjährig in den Zoo Basel. Ihre Betagtheit war Ruaha zwar anzusehen, ausser den üblichen Alterserscheinungen hatte sie aber keine gesundheitlichen Probleme.
Ruaha war die weltweit älteste in einem Zoo lebende Afrikanische Elefantenkuh. Ihr genaues Alter war nicht bekannt. Sie kam am 1. November 1952 ungefähr einjährig mit vier weiteren jungen Elefanten nach Basel. Anzeichen für ihren bevorstehenden Tod gab es keine. Wie bei betagten Menschen auch, war bei Ruaha das hohe Alter aber deutlich sichtbar. Der einst mächtige Körper war etwas zusammengefallen und das Gesicht eingesunken. Gern stand die Greisin etwas dösend abseits der Gruppe. Auch legte Ruaha sich bereits seit über zwanzig Jahren zum Schlafen nicht mehr hin.
Am frühen Morgen des 29. Juli fand der Tierpfleger die in der Nacht verstorbene Ruaha auf der Anlage. Die Elefantenherde bestehend aus Maya (16), Rosy (15), Heri (34), Malayka (39) und Yoga (14), konnte gebührend Abschied nehmen. Sie standen um Ruaha herum und berührten sie mit dem Rüssel. Der Zoo Basel geht von einem altershalben Tod aus. Die genaue Todesursache wird derzeit untersucht.
Während ihrer langen Zeit im Zoo Basel schrieb Ruaha mit an einem eindrücklichen Stück Zolligeschichte. Vom damaligen Zootierarzt und späteren Direktor Dr. Ernst Lang wurde sie in Afrika gefangen und per Schiff und Zug mit vier weiteren kleinen Elefanten in den Zolli gebracht. Im März 1953 konnte sie zusammen mit ihren vier Kindheitsfreunden das neu erstellte Elefantenhaus mit Aussen-Anlage beziehen. Bald gehörten Elefantenspaziergänge im Allschwilerwald oder zum Wiegen in die Markthalle ins alltägliche Stadtbild. Ruaha, die als Kind eher scheu war, entwickelte in späteren Jahren eine starke Persönlichkeit und wurde zur unangefochtenen Chefin der Gruppe. Ihre stabilisierende soziale Rolle ermöglichte dann in den Neunzigerjahren die Umstellung auf Freilaufhaltung. Ruaha hiess die alte Dame nach ihrer Heimat, einer Ebene in Tansania.
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