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2. Jahrgang
Freitag, 10. September 2010

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Altes Wasserkraftwerk Rheinfelden bleibt ausser Betrieb Drucken E-Mail
Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 09:22 Uhr

 (pd) Energiedienst hat das alte Wasserkraftwerk Rheinfelden nach 112 Jahren Tätigkeit endgültig aus dem Betrieb genommen. Bereits Anfang der Woche war die Leistung beziehungsweise der Durchfluss des alten Kraftwerks wegen der laufenden Dammschüttarbeiten am Kanaleinlauf stark reduziert worden. Am Dienstagmorgen wurde das Werk vom Netz genommen, wie dies üblicherweise bei einem Hochwasseranstieg ab 2.500 m3/s gemacht wurde. Ziel war, den Schüttdamm, der den Zulauf zum alten Kraftwerkskanal unterbindet, auf seine statische Sicherheit und Dichtigkeit zu überprüfen.

Heute morgen hat Energiedienst die erste Teilentleerung des Zulaufkanals vorgenommen, um den Damm an der Oberwasserseite vollständig abzudichten. Dazu wird ein zweiter Damm in Höhe des neuen Stauwehrs gebaut. Energiedienst hat daher entschieden, das alte Wasserkraftwerk nicht wieder ans Netz gehen zu lassen. Sobald der Schüttdamm vollständig abgedichtet ist, wird der Zulaufkanal in den nächsten Tagen ganz geleert.
In einem nächsten Schritt werden der Kanal und das alte Kraftwerk auch von der Unterwasserseite her durch einen Schüttdamm abgedichtet. damit der Rückbau und die Modellierung des naturnahen Aufstiegs- und Laichgewässers im Trockenen vorbereitet werden können. Das Aufstiegs- und Laichgewässer wird am Standort des alten Kraftwerks und im alten Kraftwerkskanal entstehen und über eine Länge von rund 900 Metern einen geschützten Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere bieten.
Da die Montagen und Inbetriebsetzungen im neuen Kraftwerk zügig vorangehen und gut im Zeitplan liegen, soll ebenfalls heute die zweite der insgesamt vier Maschinengruppen in den einmonatigen Probebetrieb gehen. Die beiden neuen Maschinen werden zusammen mit 750 m3/s mehr Wasser turbinieren als die 20 Maschinen des alten Werks (600 m3/s) und fast doppelt soviel Strom produzieren.
Der Rückbau des alten Kraftwerks und des eisernen Stegs erfolgen voraussichtlich ab Ende Oktober. «Wir sind bestrebt, den Steg so lange wie möglich offen zu halten und so schnell wie möglich einen Übergang am neuen Stauwehr zu öffnen», sagt Helmut Reif, Projektleiter Neubau Wasserkraftwerk Rheinfelden.